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Name:15/5465  
Aktenzeichen:4.12 a
Art:Beschlussvorlage  
Datum:22.10.2018  
Betreff:Quartiersplatz an der Kraftstation (Honsberger Straße) – Entwurf der Platzgestaltung als Grundlage für den Antrag auf Städtebauförderung
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: 1 – Entwurfsplanung Quartiersplatz Dateigrösse: 2 MB 1 – Entwurfsplanung Quartiersplatz 2 MB
Dokument anzeigen: 2 – Dokumentation Beteiligungsverfahren Dateigrösse: 2 MB 2 – Dokumentation Beteiligungsverfahren 2 MB

Beschlussvorschlag

Der Entwurf des Quartiersplatzes an der Kraftstation (Honsberger Straße) (Anlage 1) wird als Grundlage für den Antrag auf Städtebauförderung beschlossen.

 


Klima-Check

Der Maßnahme "Quartiersplatz an der Kraftstation“ im Stadtteil Stachelhausen liegt der Aspekt der Klimaanpassung als besonderes Merkmal der Planung zu Grunde.

 

Durch den Rückbau der aufstehenden Gebäude und Freilegung des Grundstückes wird in Stachelhausen (Stadtteil mit hoher Bebauungs- und Bevölkerungsdichte) die Möglichkeit für die Entstehung eines begrünten Platzes mit Erholungs- und Aufenthaltsqualität für die Anwohner und Bewohner der nahe gelegenen Stadtteile geschaffen.

Der Platz bildet den Ausgangspunkt für die zur Innenstadt hin geplanten grünen Trittsteine.

 

Bei der vorgesehenen klimagerechten Gestaltung des Platzes sollen u. a. die Ziele der besseren Durchlüftung, Begrünung und Aufenthaltsqualität sowie auch das Thema Nah-Mobilität Inhalte der gemeinsamen Planung mit den Bürgerinnen und Bürgern sein.

 

Die Thematik Starkregen ist auf Hinweis durch den Fachdienst Umwelt ebenfalls bei der Planung zu berücksichtigen.

 

Die Planung und Umsetzung der Maßnahme wird in enger Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Umwelt durchgeführt.

 

Dies vor allem auch, da die Stadt Remscheid im Dezember 2017 vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- u. Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung  (BBR) als eine von bundesweit acht Kommunen für das ExWoSt-Forschungsvorhaben "Klimaresilienter Stadtumbau" als Fallstudienstadt ausgewählt wurde (Forschungsauftrag durch das Bundesministerium des Innern, für Bauen und Heimat).

 

Die Stadtumbau-Maßnahme "Quartiersplatz an der Kraftstation" wurde dafür als Fallstudie aus-gesucht.

 

Das Forschungsvorhaben untersucht, wie die Bedingungen für einen klimaresilienten Stadtumbau optimiert werden können. Dabei stehen Planungs-, Kooperations- und Kommunikationsprozesse, die Maßnahmen zur Klimaanpassung befördern, im Mittelpunkt der Betrachtung.

 

Begründung

Auf Grundstück Honsberger Straße 4 soll ein mit Zuwendungsmitteln des Stadtumbau-Programms geförderter Quartiersplatz, das "Grüne Wohnzimmer Stachelhausen", entstehen.

 

Der Quartiersplatz soll für die unterschiedlichen Zielgruppen im Quartier eine Naherholungs-, Begegnungs- und Bewegungsfunktion erfüllen. Es sind quasi keine Grün- und Freiflächen für Bewohner in Stachelhausen vorhanden. Dieses Defizit soll der Quartiersplatz genauso decken, wie die Bewegungs- und Spielansprüche, die Kinder, Jugendliche und Familien an einen Freiraum stellen.

 

Des Weiteren bildet der Quartiersplatz den Ausgangspunkt bzw. Verknüpfungspunkt der geplanten grünen Trittsteine in die Innenstadt.

 

Für den Erhalt der Fördermittel ist bis Ende November diesen Jahres ein Förderantrag mit fertiger Entwurfsplanung und Kostenberechnung nach DIN 276 für die Maßnahme  zu erstellen, um diesen fristgerecht für das Städtebauförderprogramm 2019 bei der Bezirksregierung Düsseldorf einzureichen.

 

Bereits mit dem Förderantrag für das Programmjahr 2017 wurden für den Quartiersplatz entsprechende Zuwendungsmittel beantragt.

Für eine Zuwendungsbewilligung forderte die Bezirksregierung aber die zuvor benannten fertig ausgearbeiteten Unterlagen. Weitere Forderung der Fördermittelgeber ist eine aktive Mitwirkung und Beteiligung der Öffentlichkeit an der Planung.

 

Der Förderantrag für den Platz wurde in 2017 zurückgezogen und die Vorarbeiten bzw. Vorbereitungen der notwendigen Verfahrens- und Vergabeschritte eingeleitet.

 

 

Beteiligungsverfahren und Entwurfsplanung:

 

Um die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und Stadtteilakteure in das Entwurfsverfahren einzubinden, wurde ein dialogorientiertes, mehrstufiges Beteiligungsverfahren durchgeführt. Dazu wurden drei Planungswerkstätten durchgeführt mit Stadteilakteuren / Institutionen, Anwohnern sowie Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Die Anregungen und Ideen aus diesen Werkstätten  wurden von den beauftragten Planungsbüros aufgenommen, der erarbeitete Vorentwurf wurde in einem gemeinsamen Termin mit den Beteiligten diskutiert. Die Dokumentation des Beteiligungsverfahrens ist als Anlage 2 beigefügt.

 

Die Erarbeitung der Entwurfsplanung wurde in einer verwaltungsinternen Arbeitsgruppe Quartiersplatz von den betroffenen Fachdiensten begleitet.

 

Nach der nun vorliegenden Entwurfsplanung gliedert sich der Platz in den Quartierplatz an der Kraftstation, den grünen Südhang und den Platz an der Trasse des Werkzeugs als südlichen Abschluss.

 

Die verschiedenen Ebenen des Platzes sind dabei jeweils vom Gehweg an der Honsberger Straße  aus barrierefrei erreichbar. Innerhalb des Platzgeländes  werden die Höhenunterschiede durch verschiedene Elemente wie die Sitzstufenanlage, den Hangspielplatz  und die grünen Südhang überwunden. Damit schafft der Platz verschiedene Aufenthalts- und Sitzmöglichkeiten, um so ein breites Angebot für verschiedene Nutzergruppen zu schaffen. Weitere Informationen zur Platzgestaltung sind den beigefügten Entwurfsunterlagen zu entnehmen.

 

In der Rückkopplung mit den Beteiligten wurde der Entwurf des Platzes positiv aufgenommen, weil viele Anregungen aus dem Beteiligungsverfahren aufgenommen worden sind. Vermisst wurde aber ein Wasserspielbereich, der als große Bereicherung gesehen wird. Nach intensiver Diskussion mit den betroffenen Fachdiensten der Verwaltung wird ein solcher Wasserspielbereich in der Planung nicht vorgesehen, weil der Aufwand für die Errichtung und Unterhaltung zu hoch ist. So haben die Erfahrungen mit Wasserspielbereichen in den Außenanlagen von Kindertagesstätten gezeigt, dass bereits in diesen halböffentlichen Bereichen eine regelmäßige Instandsetzung notwendig ist, um die Funktionsfähigkeit sicher zu stellen. Bei einer öffentlich zugänglichen Anlage wäre mit einem deutlich höheren Unterhaltungsaufwand zu rechnen.

 

Der Abriss der leerstehenden Gebäude auf dem Grundstück ist bereits weit fortgeschritten, bei der Verfüllung des Geländes wird die zukünftige Höhenlage des Platzes bereits berücksichtigt.

 

Finanzierung

 

Das beauftragte Planungsbüro hat die Bruttobaukosten für das Vorhaben mit rund 800.000 € berechnet. Unter Berücksichtigung von Planungskosten und Baunebenkosten ist mit Gesamtkosten von rund 1Mio € zu rechnen. Diese Kosten teilen sich auf in einen 80%igen Förderanteil und in 20% Eigenanteil der Stadt Remscheid. Im aktuellen Entwurf des Investitionsplans sind unter INV127011 Gesamtkosten von 850.200 € veranschlagt (davon 80% Förderanteil). Der darüber hinaus gehende Finanzierungbedarf wird durch Umschichtung innerhalb der Kostenstelle des FD 4.12, insbesondere durch nicht verwendete Mittel aus der Gesamtmaßnahme Stadtumbau Honsberg, Stachelhausen, kompensiert.

 

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

2018:   45.000 €

2019:   55.000 €

2020: 600.000 €

2021: 300.000 €

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

Nicht vollständig

 


In Vertretung

 

Heinze

Beigeordneter

 

 

 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister