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Name:15/5497  
Aktenzeichen:3.31.20.00-221
Art:Beschlussvorlage  
Datum:25.10.2018  
Betreff:Verlegung des Morsbaches im Bereich des Gründerhammers
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: Anlage 1 DS 15-5497 Lageplan Morsbach Gründerhammer Dateigrösse: 535 KB Anlage 1 DS 15-5497 Lageplan Morsbach Gründerhammer 535 KB

Beschlussvorschlag

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, den Morsbach im Bereich Gründerhammer gem. Anlage  zu verlegen.

 

  1. Für die unter 1. bezeichnete Maßnahme  werden Ausgaben und Einnahmen in Höhe von jeweils 526.000 €  im Produkt  13.02.01 - Wasserbau -  im Doppelhaushalt 2019/2020   eingeplant.

 


Klima-Check

Die Maßnahme dient u.a. der Anpassung an den Klimawandel, der neben anderen Veränderungen auch zu  stärkeren Niederschlägen führen wird.

 

 

Begründung

Der Morsbach hat eine Länge von 14,3 km. Er hat seinen Quellbereich in Endringhausen und mündet bei Müngsten in die Wupper. Mit einem Einzugsgebiet von mehr als 10 km² fällt er gem. Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) unter die gegenüber der EU berichtspflichtigen Gewässer. Im Jahr 2012 wurde ein Konzept zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern (KNEF) für den Morsbach aufgestellt. Darin sind die Maßnahmen enthalten, die für die Erreichung des guten ökologischen Zustands gem. WRRL und § 27 Wasserhaushaltsgesetz erforderlich sind.

 

 

Der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)  am  Morsbach steht ein  Entnahmewehr  im Bereich Gründerhammer entgegen. Das Wehr stellt ein unüberwindliches Hindernis für Wanderfische und andere gewässertypischen Lebewesen dar. Seine massive Betonsohle erschwert die ökologische Entwicklungsmöglichkeit des Morsbaches erheblich.

Um an dieser Stelle des Baches die ökologische Entwicklung sowie die Hochwassersicherheit zu verbessern, wurde  ein Vorhaben entwickelt, das wie folgt zu beschreiben ist:

 

          Der Morsbach soll, wie in der Anlage dargestellt, auf einer  Strecke von 140 Meter um das Wehr herum verlegt werden. Dabei wird dem Bach ausreichend Platz zur Entwicklung gegeben. Die Uferbereiche werden als naturnahe Böschungen gestaltet.

          Der Grundstückeigentümer stellt die benötigten Flächen für diese Maßnahme zur Verfügung.

          Das alte Wehr und das bisherige Bachbett in diesem Abschnitt werden als Hochwasserentlastungsrinne genutzt.

 

Die Vorteile dieser Maßnahme  sind:

 

          Der Morsbach ist auf der gesamten Länge wieder in einem naturnahen Zustand.

          Der Hochwasserschutz auch für die Ober- und Unterlieger ist wesentlich verbessert. Dadurch erhöht sich zudem der Hochwassserschutz  der  hier angesiedelten Betriebe.

          Die ökologischen Entwicklungsmöglichkeiten des Morsbaches sind erheblich verbessert.

          Die Maßnahme dient der Umsetzung der WRRL.

 

Alle im Rahmen der Maßnahme betroffenen Flächen befinden sich im Eigentum eines Betroffenen, mit dem die Maßnahmen einvernehmlich abgestimmt wurden.  Der Abschluss eines  öffentlichen – rechtlichen Vertrages ist vorgesehen. Weitere Grundstücke werden nicht in Anspruch genommen. Eine alternative Gewässertrasse ist auf Grund der beengten Platzverhältnisse des Grundstückes nicht möglich.

 

Die Maßnahme kann ohne Belastung des Haushaltes durchgeführt werden. Den zusätzlich einzuplanenden Ausgaben werden Einnahmen in gleicher Höhe gegenüberstehen.

Die Kosten werden durch eine 90%-ige Förderung des Landes, durch vorhandene zweckgebundene Drittmittel und durch einen Beitrag der TBR gedeckt.

 

Die zweckgebundenen Drittmittel resultieren aus der Inanspruchnahme einer Fläche oberhalb  im Überschwemmungsgebiet des Morbaches und werden im Rahmen dieses Vorhabens zur Herstellung eines  entsprechenden Ausgleichs eingesetzt und wurden bereits vereinnahmt.

Die TBR leisten einen Beitrag, da die Verschlammung der hier betroffenen Teiche u.a. auch auf städtische Mischwasserabschläge zurückzuführen ist. Im Zuge der Maßnahme sind diese Schlämme zu entsorgen.

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

 

Jahr

Kosten konsumtiv

Deckung Landesförderung

Deckung Drittmittel

Beitrag TBR

2019

505.000 €

454.500 €

32.900 €

17.600 €

2020

11.000 €

9.900 €

1.100 €

---

2021

0 €

0 €

0 €

---

2022

5.000 €

4.500 €

500 €

---

2023

0 €

0 €

0 €

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2024

5.000 €

4.500 €

500 €

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Summe

526.000 €

473.400 €

35.000 €

17.600 €

 

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind in den  Ergebnis und  den Finanzplan aufzunehmen.

 


In Vertretung

 

 

Reul-Nocke

Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit und Recht

 

 

Kenntnis genommen

 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister