BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:15/5597  
Aktenzeichen:FD 0.05
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:14.11.2018  
Betreff:Überarbeitetes Konzept Seniorenbüro
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Mitteilungsvorlage Dateigrösse: 209 KB Mitteilungsvorlage 209 KB

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Mitteilung der Verwaltung

Der Seniorenbeirat hat in seiner Sitzung am 20.09.18 den Konzeptentwurf für das Seniorenbüro diskutiert und Änderungen empfohlen. Diese Änderungen sind in dem nachfolgenden Konzept eingearbeitet worden. Die Änderungen sind markiert

 

Fortschreibung des  Konzeptes für das Seniorenbüro der Stadt Remscheid (08/18)

 

1.            Ausgangslage

Der demographische Wandel stellt gerade die kommunale Ebene vor besondere Herausforderungen. Der achte Altenbericht der Bundesregierung beschäftigt sich intensiv mit den zukünftigen Aufgaben gerade auf der kommunalen Ebene.

Der Seniorenbeirat der Stadt Remscheid beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit der Schaffung eines vernetzten Angebotes für die Senioren unserer Stadt.

1.1.        Statistische Rahmenbedingungen

Um die Aktualität und Brisanz eines solchen Angebotes zu verdeutlichen sind folgende statistische Zahlen für die Stadt Remscheid zu betrachten und zu bewerten:

 

 In Remscheid leben zum Stichtag  31.12.2016 112846 Einwohner. 50255 Einwohner sind älter als 50 Jahre. Davon haben 10506 einen Migrationshintergrund.

Insgesamt beträgt der Anteil dieser Bevölkerungsgruppe 44,8 % mit steigender Tendenz.

Quelle: Statistikstelle der Stadt Remscheid                                                                                                   

 

1.2.        Politische Rahmenbedingungen

In seiner Sitzung am 13.7.2016 beschäftigte sich der Seniorenbeirat der Stadt Remscheid mit den Aufgaben und Funktionen einer zentralen Anlaufstelle für ältere Mitbürger bei der Stadtverwaltung Remscheid.

Es wurde eine Anlaufstelle für Senioren in der Verwaltung gefordert, die alle Fragen des Alters betreffend beantworten kann oder im Sinne einer Lotsenfunktion Verbindungen zu den einzelnen zuständigen Ämtern und Behörden herstellt.

Ein solches Angebot sollte an zentraler Stelle in Remscheid und möglichst barrierefrei errichtet werden.

Es sollte die Beratung in Fragen der Alterssicherung ebenso wie Fragen der Mobilität im Alter realisiert  werden.

Sprechstunde Rentenversicherung vor Ort, Versorgungsamt usw. sollten als feste Beratungsanteil in das Angebot eines Seniorenbüros integriert werden.

Dabei betonte der Seniorenbeirat, dass eine Lotsenfunktion für Senioren zentraler Bestandteil eines entsprechenden Angebotes sein sollte.

 

Darüber hinaus sollte das Seniorenbüro die Schaffung und Bekanntgabe eines vielfältigen Kultur- und Weiterbildungsangebotes realisieren. Das Thema Wohnen im Alter, Hilfe in Krisenzeiten sowie Förderung des ehrenamtlichen Engagements für und mit Senioren sollte ebenfalls in diesem Angebot abgearbeitet werden.

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Seniorenbeirat, Verwaltung und Seniorenbüro bildet die Grundlage hierzu.

Nach Empfehlung des Seniorbeirates und anderer Gremien vom 6.3.2017 (Drucksache 15/3348) wurde die Errichtung eines Seniorenbüros als zentrale Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren im Rahmen einer multifunktionalen Anlaufstelle entschieden. Das Seniorenbüro ist bereits ein Jahr im Betrieb.

 

1.3.        Organisatorische Rahmenbedingungen

1.3.1.     Ressourcen der Stadt Remscheid

Im Rahmen der multifunktionalen Anlaufstelle wird das Seniorenbüro im alten Radiogeschäft Kappen eingerichtet. Es wurden 42 m² Fläche im multifunktionalen Büro zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird eine städtische Mitarbeiterin eingesetzt. Die Stadtverwaltung Remscheid sorgte für die Einrichtung und übrigen technischen Voraussetzungen für einen entsprechenden Betrieb. Das Seniorenbüro wird als Projekt zunächst für die Dauer von drei Jahren konzipiert.

1.3.2.     Ehrenamtliche Ressourcen

Die Besonderheit dieses Angebotes ist das ehrenamtliche Engagement zur Unterstützung der Öffnungszeiten und zur Ergänzung der hauptberuflichen Angebote im Seniorenbüro. Dabei war das Seniorenbüro in Soest für dieses Konzept beispielgebend. Im Rahmen der Analyse der bisherigen Erfahrungen sind die ehrenamtlichen Ressourcen weiter noch von zentraler Bedeutung. Die Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass gerade im Bereich der psychosoziale Beratung unerlässlich sind.

1.3.3.     Ressourcen durch Vernetzung

Als weiterer Schwerpunkt soll die Vernetzung mit bestehenden Angeboten der Seniorenhilfe in Remscheid als Ressource genutzt werden. Hierzu wird die Mitarbeiterin des Seniorenbüros und selbstverständlich auch die Mitglieder des Seniorbeirates an entsprechenden vorhandenen Angeboten teilnehmen (Gesundheitskonferenz, Runter Tisch 50+, usw.).

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit ist die Vernetzung mit der in der Nachbarschaft befindlichen evangelischen Kirchengemeinde und der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtspflege. (sein. Die anderen Träger der Wohlfahrtspflege sind ebenfalls bei diesen Vernetzungsprozessen von zentraler Bedeutung.

Gerade durch diese Vernetzung sollen entsprechende Synergien für die Aufgabenerzielung des Seniorenbüros erreicht werden gestrichen ).

1.3.4      Arbeitskreis des Seniorenbüros

Die  Zusammenarbeit von hauptamtlichen Mitarbeitern und das ehrenamtliche Engagement, insbesondere durch die Mitglieder Seniorbeirates, für das Seniorenbüro  sind zentraler Bestandteil des Konzeptes. Daher ist die Einrichtung eines Arbeitskreises für das Seniorenbüro, der im Wesentlichen die Aufgabe der Programmgestaltung, Weiterentwicklung dieses Konzeptes, Einsatz und Organisation die ehrenamtlichen Mitarbeiter usw. zur Aufgabe hat, fachlich geboten.

Dieser Arbeitskreis soll aus dem Vorsitzenden/der Vorsitzenden des Seniorbeirates und bis zu vier vom Seniorenbeirat benannten Mitgliedern, dem Seniorbeauftragten der Stadt Remscheid und der Mitarbeiterin des Seniorenbüros bestehen. Der Arbeitskreis definiert sich als Arbeitsgremium. Es dient dazu die Arbeit fachlich zu unterstützen. Er ist ein Arbeitskreis der Verwaltung, zu dem der FD 0.05 einlädt.

Der Arbeitskreis soll mindestens einmal am Ende eines Quartals tagen.  Er soll dabei die Arbeits-/Programmschwerpunkte und entsprechende Aktionen beraten und beschließen. Darüber hinaus soll der Beirat die Dienstpläne der ehrenamtlichen Mitarbeiter für das kommende Quartal festlegen.

 

2.            Arbeitsschwerpunkte des Seniorenbüros

2.1.        Zentraler Ansprechpartner für kommunale Dienstleistungen

Das Seniorenbüro soll zentrale Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren in Remscheid sein. Es sollen Möglichkeiten der Hilfestellung, Begleitung und Beratung in allen Angelegenheiten gegeben werden. Dabei übernimmt das Seniorenbüro nach dem Prinzip einer aktiv unterstützenden Funktion die Vermittlung an zuständige Stellen, nach Möglichkeiten Terminierung, sowie die technische Unterstützung von Senioren bei elektronischen Terminvereinbarungen innerhalb der Stadtverwaltung.

Diese Funktion soll auch im Sinne einer mobilen und aufsuchenden  Arbeit verstanden werden. Dies bedeutet dass die hauptamtlichen Mitarbeiter auch Hausbesuche oder Teilnahme an Gruppen realisieren müssen. In diesen Fällen sollen nach Möglichkeit die Öffnungszeiten durch den Einsatz ehrenamtlicher Kräfte realisiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt soll die  Zentralisierung themenspezifischer Beratungs- und Vortragsangebote der Stadtverwaltung  in den Räumen des Seniorenbüros sein. Dies bedeutet dass die vorhandenen Vortrags- und Beratungsangeboten  nicht mehr an unterschiedlichen Orten, sondern zentral im Seniorenbüro stattfinden sollen.

 

2.2.        Ansprechpartner anderer öffentlich-rechtlicher Angebote

Durch entsprechende Vereinbarungen sollten die schon jetzt im Stadtgebiet stattfindenden Beratungen anderer öffentlich-rechtlicher Träger für die Zielgruppe der Senioren in den Räumen des Seniorenbüros stattfinden.

2.3.        Ehrenamtliche Aktivitäten

In Remscheid ist eine Vielzahl ehrenamtlicher Aktivitäten für die Senioren vorhanden. Auch hier soll das Seniorenbüro Lotse und Mittler sein, damit die älteren Menschen unserer Stadt umfassend über diese entsprechenden Aktivitäten informiert werden und mit Unterstützung des Seniorenbüros dieser Aktivitäten wahrnehmen können.

Ebenso soll das Seniorenbüro ein Raum für ehrenamtliche Aktivitäten sein, die keine andere Anbindung finden. Dabei ist der subsidiäre Gedanke handlungsleitend.

2.4.        Vernetzung und Kooperation mit anderen zielgruppenspezifischen Angeboten

Die  Vernetzung und Kooperation mit anderen zielgruppenspezifischen Angeboten ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Seniorenbüros. Hier werden im Sinne von der Schaffung von Möglichkeitsräumen im Seniorenbereich entsprechende Vernetzungen / Kooperationen angeboten.

3.            Umsetzung

3.1.        Analyse der zielgruppenspezifischen kommunalen Angebote

In einem ersten Schritt sind die zielgruppenspezifischen  kommunalen Angebote zu analysieren und die Kooperation zu analysieren. Beispielhaft seien hier folgende Bereiche genannt, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben :

             Pflegeberatung

             Pflegewohnberatung

             Wohnberatung

             Bautechnische Beratung

             Schwerbehindertenberatung usw.

 

 

3.2.        Bedarfsanalyse der übrigen zielgruppenspezifischen Angebote

Im Sinne einer selbstlernenden Organisation sind fortlaufend die Bedarfe der Zielgruppe zu analysieren und in entsprechende Angebote umzusetzen. Hier wird der Seniorenbeirat der Stadt Remscheid eine herausragende Rolle spielen, um wichtige Impulse für die stetige Weiterentwicklung des Seniorenbüros geben zu können.

 

3.3.        Kooperation und Unterstützung ehrenamtlicher Angebote     

Für bereits bestehende  ehrenamtliche Angebote werden die Erfassung, Vermittlung, und Begleitung wesentliche Aufgabe sein. Dazu wird nach einer Analyse entsprechender zielgruppenspezifische Angebote diese Information aufgearbeitet und den Senioren zur Verfügung gestellt werden.

Da das Seniorenbüro sich als Anlauf und Beratungsstelle definiert  werden auch eigene Angebote auf ehrenamtlicher Basis entwickelt werden, umso die Akzeptanz und Attraktivität des Seniorenbüros zu schaffen, erhalten und weiterentwickeln  Beispielsweise  können generationsübergreifende Freizeitangebote (Oma/Enkel-Stricken usw.) geschaffen werden. Auch hier gilt der Grundsatz der Subsidiarität.

 

3.4.        Unterstützung der Angelegenheiten der Senioren auf kommunaler Ebene

Der Seniorenbeirat der Stadt Remscheid ist in dieser Konzeption von zentraler Bedeutung. Das Seniorenbüro wird daher auch personell von Mitgliedern des Seniorenbeirats getragen. Neben den Sprechstunden des Seniorbeirates sollen noch andere Aktivitäten in den Räumen stattfinden, die die Partizipation älterer Menschen am politischen Willensbildungsprozess unterstützt.

 

 

3.5.        Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten sind wie folgt festgelegt:

montags bis donnerstags von 10.00 h bis 12.00 h und von 14.00 h bis 16.00 h, sowie freitags von 10.00 h bis 12.00 h.

Diese Öffnungszeiten sollen sowohl von der hauptamtlichen Mitarbeiterin und den ehrenamtlichen Mitarbeitern gewährleistet werden. Es gelten besondere Öffnungszeiten in den Ferien, die durch Aushang bekannt gegeben werden.

 

 

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

keine

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt

 


 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister