BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:15/6626  
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:09.10.2019  
Betreff:European Energy Award - Übersicht der erreichten Ergebnisse 2015-2019
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Mitteilungsvorlage Dateigrösse: 308 KB Mitteilungsvorlage 308 KB
Dokument anzeigen: Anlage zu DS 15-6626_EEA-Bericht Dateigrösse: 848 KB Anlage zu DS 15-6626_EEA-Bericht 848 KB

Klima-Check

Mit der Umsetzung der genannten Maßnahmen kann ein positiver Beitrag zum Klimaschutz und

zur Anpassung an den Klimawandel erreicht werden.

 

 

 

Zeit- und Personalkostenaufwand

(Nur für die Beantwortung von Anfragen!)

 

 

Mitteilung der Verwaltung

Die nachfolgende Information wird zur Kenntnis genommen.

 

Anlass

Der Stadtrat hat am 18.06.2015 mehrheitlich die erneute Teilnahme am European Energy Award (EEA)  beschlossen (vgl. dazu DS 15/1282). Unter finanzieller Förderung des Landes NRW wurde am 01.10.2015 das Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystem des European Energy Awards gestartet und wurde am 30.09.2019 beendet.

 

Die Stadt hat im September 2018 die externe Auditierung und Zertifizierung erfolgreich geschafft und ist im November 2018 mit dem Award, einer Urkunde und einem (Straßen-)Schild ausgezeichnet worden. Trotzdem ist auch 2019 ein internes Audit durchzuführen.

 

 

Sachstand

Das Verfahren zum EEA besteht aus einer Bestandsaufnahme und einer Katalogisierung potenzieller zukünftiger Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz in den folgenden Handlungsfeldern:

-        Kommunale Entwicklungsplanung und Raumordnung

-        Kommunale Gebäude und Anlagen

-        Ver- und Entsorgung

-        Mobilität

-        Interne Organisation

-        Externe Kommunikation und Kooperation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Beurteilungszeitraum hat die Stadt beim externen Audit insgesamt ein Ergebnis von 66 Prozent der möglichen Bewertungspunkte erreicht. In den einzelnen Bereichen sieht die Verteilung für 2019 folgendermaßen aus:

 

Handlungsbereiche

Effektive Prozentsätze

potenzielle Prozentsätze

 

 

 

Entwicklungsplanung, Raumordnung

66 %

11 %

Kommunale Gebäude, Anlagen

71 %

5 %

Versorgung, Entsorgung

74 %

4 %

Mobilität

50 %

12 %

Interne Organisation

79 %

0 %

Kommunikation, Kooperation

68 %

6 %

 

 

 

Gesamt

66 %

7 %

 

Da im EEA-Verfahren nicht nur der Ist-Stand (mittlere Spalte der Tabelle „effektive Prozentsätze“) sondern auch potenzielle Maßnahmen (siehe rechte Spalte der Tabelle) eine wichtige Rolle spielen, sind die Prozentpunkte der potenziellen Maßnahmen ebenfalls dargestellt. Die potenziellen Maßnahmen zeigen auf, dass weitere Klima-Maßnahmen zu einer Verbesserung des Gesamtergebnisses beitragen können. Diese sind aber immer abhängig von der Personal- und Finanzausstattung und oberstes Ziel muss sein, dass das Niveau gehalten wird.

 

Seit dem Beginn des Prozesses sind kontinuierliche Verbesserungen feststellbar:

 

 

2016

2017

2018

2019

 

 

 

 

 

Handlungsbereiche

Effektive Prozentsätze

Entwicklungsplanung, Raumordnung

61 %

63 %

65 %

66 %

Kommunale Gebäude, Anlagen

70 %

70 %

71 %

71 %

Versorgung, Entsorgung

72 %

72 %

74 %

74 %

Mobilität

38 %

39 %

44 %

50 %

Interne Organisation

76 %

78 %

79 %

79 %

Kommunikation, Kooperation

62 %

63 %

67 %

68 %

 

 

 

 

 

Gesamt

61 %

62 %

65 %

66 %

 

 

Grundlage

Durch das Verfahren des European Energy Award (EEA) wird im Sinne eines Qualitätsmanagements eine prozessorientierte Energiepolitik in der Kommune ermöglicht und ein regelmäßiges Controlling eingeführt. Der EEA umfasst die zyklisch angeordneten Verfahrensschritte „Analysieren – Planen – Durchführen – Prüfen – Anpassen“, die durch die Meilensteine der „Zertifizierung“ und „Auszeichnung“ ergänzt werden.

 

Zuständig für die Durchführung des EEA-Prozesses ist das Energie-Team. Da Energie und Klimaschutz in der Stadtverwaltung fachbereichs- und dezernatsübergreifend bearbeitet wird, wurde ein Energie-Team gegründet, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Fachbereiche und Institutionen vertreten sind, die sich mit den energie- und klimaschutzrelevanten Themen befassen. Die Mitglieder des Energie-Teams in Remscheid kommen aus folgenden Arbeitsfeldern: Umwelt, Gebäudemanagement, Stadtentwicklung, Verkehrsplanung, EWR GmbH, Stadtwerke Remscheid und Wupperverband.

 

Um die gute Zusammenarbeit weiterzuführen, wird der Fachdienst Umwelt Anfang 2020 erneut das Energie-Team einladen und über eine Weiterführung des Systems, auch ohne Förderung, sprechen. Denn das Land NRW hat die finanzielle Förderung des European Energy Awards insgesamt eingestellt.

 

 

Aktueller Bericht

Der aktuelle EEA-Bericht ist dieser Vorlage beigefügt und gibt eine Bewertung der Stärken und Schwächen der Klima-Arbeit. Deutlich werden die Stärken in den Handlungsfeldern „Kommunale Gebäude, Anlagen“, „Ver- und Entsorgung“ sowie „Interne Organisation“. In allen benannten Handlungsfeldern liegt die Zielerreichung bereits über 70%. Die Handlungsfelder „Entwicklungsplanung/Raumordnung“ sowie „Kommunikation/Kooperation“ zeigen mit einer Zielerreichung von 66% bzw. 68% ebenfalls das überdurchschnittliche Engagement

der Stadt Remscheid deutlich auf.

 

Im Handlungsfeld „Mobilität“ beträgt die Zielerreichung aktuell nur 50%. In diesem Handlungsfeld sind die mit Abstand größten Handlungsnotwendigkeiten vorhanden und seit Beginn des Prozesses auch signifikant verbessert worden.

 

Der Audit-Bericht inklusive des beschlossenen Maßnahmenplans ist zur Information beigefügt.

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

keine

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt

 


In Vertretung

B. Reul-Nocke

Beigeordnete für Recht, Sicherheit und Ordnung

 

 

Kenntnis genommen

Mast-Weisz

Oberbürgermeister