BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:15/6701  
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:30.10.2019  
Betreff:Antwort auf den Antrag der CDU-Fraktion "Kleine kommunale Schritte für mehr Klimaschutz gehen: Begrünung der Dächer von Bushaltestellen (Prüfauftrag)" (DS 15/6419)
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Klima-Check

Eine Anfrage löst keine positiven Auswirkungen auf das Klima aus. Sollte es jedoch zur Umsetzung von Dachbegrünungen auf Dächern von Bushaltestellen kommen, dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer positiven Verbesserung des Mikroklimas im Umfeld der Bushaltestelle zu rechnen.

 

 

 

Zeit- und Personalkostenaufwand

(Nur für die Beantwortung von Anfragen!)

Für die Kontaktaufnahme zu den Stadtwerken Remscheid und die Erstellung der Vorlage sind ca. 30 Minuten zu veranschlagen und damit ergibt sich ein Kostenaufwand von knapp 25 Euro.

 

 

Mitteilung der Verwaltung

Die nachfolgende Information wird zur Kenntnis genommen.

 

Seitens der Stadtwerke Remscheid GmbH wird zum Prüfauftrag folgendes mitgeteilt:

 

„Das Thema „Begrünung von Dächern von Buswartehallen“ zum Thema „Prüfauftrag der CDU – Mini-Wiesen auf Dächern von Buswartehallen“ wurde inzwischen von der Firma Degesta, welche unsere Wartehallen errichtet, weiter geprüft.

Die Fa. Degesta hat zu diesem Zweck eigens eine Projektgruppe installiert.

Hierzu liegt uns nun eine vorläufige Stellungnahme vor, die jedoch noch keinen abschließenden Bericht darstellt.

Die Fa. Degesta äußert sich demnach wie folgt:

 

„…wie bereits erwähnt, können wir bei der Dachbegrünung nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Aber als langjähriger Vertragspartner von Kommunen und Verkehrsbetrieben setzen auch wir uns mit dem Begrünen von Buswartehallen-Dächern auseinander. Hierzu haben wir eigens eine Projektgruppe gebildet, die neben dem wirtschaftlichen Aspekt vordergründig auch die ökologische Seite betrachtet.

 

Daher prüft unsere Projektgruppe insbesondere, ob bestehende Buswartehallen-Dächer nachgerüstet werden können. Bei einer Nachrüstung (Traglast der Konstruktion vorausgesetzt) entstehen Kosten pro Dachaufbau von ca. 5.800,00 EUR zzgl. ca. 2.000,00 EUR für die Begrünung und Pflege im ersten Jahr. Die Kosten der Pflege ab dem 2. Jahr können wir noch nicht beziffern. Zur Begrünung der Buswartehallen eignen sich Flachdächer als auch schräge Dächer bis zu einem gewissen Neigungswinkel. Die Umsetzung ist immer abhängig von der vorliegenden Statik des jeweiligen Wartehallen-Modells. Die Höhe des Aufbaus zur Begrünung mit naturnaher Pflanzung beträgt zwischen 6-15 Zentimeter, das Nassgewicht (zusätzliches Gewicht) liegt bei ca. 0,94 KN/qm (ca. 100 kg pro qm). Daher  wird  zurzeit geklärt, in welcher Form die Dächer der einzelnen Buswartehallen-Modelle die Traglast der Begrünung aushalten. Ob dieses zusätzliche Gewicht von der Konstruktion getragen wird, muss im Einzelfall in Abhängigkeit der anzutreffenden Schneelast und vorhandenen Wartehallen-Statik von einem Statiker geprüft werden.

 

Es gibt natürlich nicht nur positive Aspekte die für einen Austausch von Bestandshallen sprechen. Insbesondere der Abbau von vorhandenen, teils neuwertigen Buswartehallen mit Abtransport und Entsorgung sowie Produktion von neuen Buswartehallen sind aus ökologischer Sicht wenig zweckmäßig. Auch  die damit zusätzliche Bindung von Ressourcen bei den Verwaltungen, insbesondere Tiefbauämtern, mit Sperrungen der Haltestellen während der Bauphase führt zu unnötiger Belastung im öffentlichen Raum. Eine ökologische Amortisierung bei Auswechselung bestehender Buswartehallen mit Dachbepflanzung wäre unseres Erachtens schwer zu erreichen.

 

Um Erfahrungswerte mit dem CO2-Filterpotenzial von einem begrünten Buswartehallen-Dach zu sammeln, wird von uns derzeit eine Musteranlage erstellt. Durch diese Musteranlage erhalten wir zum einen Informationen über den notwendigen Wartungs- und Pflegeaufwand von Dachabdichtungen und Wasserabläufen und zum anderen eine Einschätzung darüber, ob sich Laub und Unrat ansammelt oder unerwünschte Pflanzen entfernt werden müssen. Zudem möchten wir in Erfahrung bringen, ob oder in welchen Intervallen ein Düngen, Nachsähen und Auffüllen des Untergrundes mit Substrat notwendig ist.“

 

Mit einer endgültigen Stellungnahme durch die Fa. Degesta ist im Laufe des nächsten Jahres zu rechnen.

Über die Ergebnisse werden wir Sie dann informieren.“

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

keine

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt

 


In Vertretung

 

B. Reul-Nocke

Beigeordnete für Recht, Sicherheit und Ordnung

 

 

Kenntnis genommen

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister