BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:16/1373  
Aktenzeichen:2.45 Sportentwicklung in Remscheid
Art:Beschlussvorlage  
Datum:11.08.2021  
Betreff:Fortschreibung der Sportplatzentwicklungsplanung und daraus resultierende Umsetzung von zwei Flächenumwandlungen in Remscheid
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Anlage 1 Fortschreibung Gutachten Sportplätze_Endfassung Dateigrösse: 980 KB Anlage 1 Fortschreibung Gutachten Sportplätze_Endfassung 980 KB
Dokument anzeigen: Anlage 2 210415 Vorentwurf Variante 2 DIN A1 Dateigrösse: 995 KB Anlage 2 210415 Vorentwurf Variante 2 DIN A1 995 KB
Dokument anzeigen: Anlage 3 210416 Kostenschätzung Variante 2 Dateigrösse: 78 KB Anlage 3 210416 Kostenschätzung Variante 2 78 KB
Dokument anzeigen: Anlage 4 210416 Kostenschätzung Zaunbau Dateigrösse: 57 KB Anlage 4 210416 Kostenschätzung Zaunbau 57 KB
Dokument anzeigen: Anlage 5 210416 Kostenschätzung Beleuchtungsanlage Dateigrösse: 52 KB Anlage 5 210416 Kostenschätzung Beleuchtungsanlage 52 KB
Dokument anzeigen: Anlage 6 210504 Kostenschätzung Leichtathletische Nebenanlagen Dateigrösse: 67 KB Anlage 6 210504 Kostenschätzung Leichtathletische Nebenanlagen 67 KB
Dokument anzeigen: Anlage 7 - 200921 Entwurf KSR mit Nebenanlagen DIN A2 Dateigrösse: 565 KB Anlage 7 - 200921 Entwurf KSR mit Nebenanlagen DIN A2 565 KB
Dokument anzeigen: Anlage 8 201005 Kostenberechnung Kleines Feld Kunststoffrasen mit sportlichen Nebenanlagen Dateigrösse: 89 KB Anlage 8 201005 Kostenberechnung Kleines Feld Kunststoffrasen mit sportlichen Nebenanlagen 89 KB
Dokument anzeigen: Anlage 9 2021-07-29 Zuwendungsbescheid Sportpark am Fürberg 1 Dateigrösse: 519 KB Anlage 9 2021-07-29 Zuwendungsbescheid Sportpark am Fürberg 1 519 KB

Beschlussvorschlag

 

 

Auf der Basis der Empfehlungen aus dem Gutachten „Fortschreibung der Sportplatzentwicklungsplanung für die Stadt Remscheid“ der Bergischen Universität Wuppertal wird beschlossen:

 

 

1.    Die Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung mit den Empfehlungen zur Umwandlung der Sportanlage Hackenberg und der Sportanlage Neuenkamp wird umgesetzt.

 

2.    Das Tennenspielfeld an der Sportanlage Hackenberg wird gem. dem beiliegenden Vorschlag (Plan und Kostenschätzung - Anlagen 2 - 5) umgebaut.

 

3.    Die leichtathletischen Nebenangebote werden gem. Kostenschätzung auf dem übrigen Gelände am Hackenberg gebaut. (Anlage 6)

 

4.    Das Tennenspielfeld am Neuenkamp wird - bei Vorliegen der haushalterischen Voraussetzungen- umgebaut. Basis ist der vom Fachdienst Sport und Freizeit in Kooperation mit den Technischen Betrieben (TBR) erarbeitete Planentwurf nebst Kostenschätzung (Anlagen 7-8).

 

5.    Die bisherigen Planungen zum Sportzentrum Hackenberg werden eingestellt.

 

6.       Die Stadt Remscheid erwirbt den Sportplatz Neuenkamp (Gemarkung Remscheid Flur 134 Flurstücke 31, 48, 49, 72, groß insgesamt 14.542 m²). Der Kaufpreis beträgt 1,00 €. Die Stadt Remscheid übernimmt die weiteren Kaufnebenkosten (Notarkosten).

 

  1. Nach der umgesetzten Grundstücksübereignung des Sportplatzes Neuenkamp vom RSV an die Stadt Remscheid wird die mit Bescheid vom 29.07.2021 erteilte Förderzusage (Anlage 9) über 1.354.979 € zum Bau eines Mehrzweckraumes zur Aufwertung des Sportparks am Fürberg an den RSV, Fürberger Straße 32, 42857 Remscheid an den RSV weitergeleitet. Die Stadt übernimmt den 10% -igen Eigenanteil in Höhe von150.553 €. Dieses ist vertraglich zu sichern.

 

  1. Für die Sportanlage Hackenberg wird eine neue Investitionsmaßnahme eingerichtet und die Haushaltsmittel für die Beschlusspunkte 2. und 3. in Höhe von 53.250 € in 2021 und 1.522.500 € in 2022 werden gemäß § 83 GO außerplanmäßig bereitgestellt. In 2021 nicht verausgabte Restmittel werden ins Folgejahr übertragen.

 


Klima-Check

Nicht klimarelevant

Begründung

Mit Beschluss des Rates vom 25.02.2021 (DS 16/0584) wurde die Verwaltung wie folgt beauftragt.

 

1.

Die Verwaltung wird beauftragt eine Alternativplanung für die Sportflächenentwicklung (Fußball, Leichtathletik, Schulsport) incl. Kostenschätzung für die Sportanlage am Hackenberg zu entwickeln. Zusätzlich soll geprüft werden, welche leichtathletischen und schulsportlichen Angebote zukünftig dort angeboten werden können.

 

2.

Die Verwaltung stellt sicher, dass das Röntgenstadion bis zur Herstellung von alternativen Sportmöglichkeiten in einem verkehrssicheren Zustand betrieben wird und hierzu die notwendigen Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden.

 

3.

Die Ergebnisse fließen in die bestehende Freiflächenentwicklungsplanung ein.

 

4.

Die Planungen zum Sportplatz Neuenkamp und Fürberg (RSV) sind abhängig von den Förderanträgen zum Investitionspakt Sport und werden in Abhängigkeit von der tatsächlichen Entscheidung in die Bedarfsplanung einfließen.

 

Auf die inhaltliche Begründung der genannten Drucksache, die bisherige Entwicklung und Auswirkungen im Bereich der Sportflächen wird Bezug genommen.

 

Wie bereits im Dezember 2020 zusätzlich durch den Ausschuss für Sport und Freizeit beschlossen, wurde die Universität Wuppertal mit der Aktualisierung der Sportflächenentwicklungsplanung gemäß den geschilderten Kriterien beauftragt.

 

Unter Zugrundelegung der aktuellen Zahlen insbesondere im Bereich der Sportfreiflächen und Berücksichtigung ausreichender leichtathletischer Angebote wurde durch den Sportbund und den Fachdienst Sport und Freizeit Zahlen, Daten und Fakten an die Universität übermittelt.

 

Um ein „Echtbild“ zu erhalten wurden in Absprache mit dem Vertreter der Universität mögliche Negativeinflüsse der Corona Pandemie bewusst ausgeblendet.

 

Im August 2021 hat die Universität Wuppertal nunmehr ihr Gutachten –Fortschreibung der Sportplatzentwicklungsplanung für die Stadt Remscheid -  übersandt, welches zukunftsgerichtete Aussagen zur Sportentwicklung in Remscheid enthält. Diese ist als Anlage 1 beigefügt.

 

Die wesentlichen Erkenntnisse insbesondere zu den Sportanlagen Hackenberg und Neuenkamp und die daraus abzuleitenden Beschlüsse der Expertise sind Bestandteil des Beschlussentwurfs und unter 3. zusammengefasst.

 

Zu Auftrag 1

 

Parallel zur genannten Aufgabenstellung hat der Fachdienst Sport und Freizeit in Kooperation mit den Technischen Betrieben (TBR) eine Alternativplanung für die Sportfläche am Hackenberg in Auftrag gegeben.

 

In Anlage ist eine Planung beigefügt, die neben dem Austausch des Tennenspielfeldes am Hackenberg noch zusätzlich eine Laufbahn über 100 m beinhaltet. Die gesamte Planung wurde zur besseren Übersicht in Abschnitte unterteilt.

 

  • Umwandlung des Tennenplatzes in ein Kunststoffrasenspielfeld mit Kunststofflaufbahn 1.006.000.00 € (Anlagen 2 und 3)
  • Zaunbau 143.000 € (Anlage 4)
  • Beleuchtungsanlage 148.500 € (Anlage 5)

 

Zusätzlich wurde eine Kostenschätzung für drei leichtathletische Angebote erarbeitet (Kugelstoßen, Weitsprung, Hochsprung), die auf dem übrigen Gelände am Hackenberg realisiert werden können.

 

ü  Erweiterung der Sportanlage durch Ergänzung leichtathletischer Anlagen (Kugelstoßen, Hochsprung, Sanierung Weitsprunganlage) 76.000 €. (Anlage 6)

ü  Überarbeitung der Böschung ca. 50.000 € (Schätzung)

ü  Baumschnitt an der Zaunanlage ca. 9.000 € (Schätzung)

 

Die Kosten der Gesamtmaßnahme betragen somit 1.432.500 € zzgl. Planungskosten von 10 %. (= 1.575.750 €).

 

Eine vorherige Abstimmung mit der Stadtplanung und der Bauordnung hat keine grundsätzlichen Bedenken ergeben. Das Bauantragsverfahren ist durchzuführen.

               

Zu Auftrag 2.

 

Der Fachdienst Sport und Freizeit hat auftragsgemäß mit dem Fachdienst Gebäudemanagement einen Maßnahmenplan zum Röntgenstadion erarbeitet, der die unabdingbaren Verkehrssicherungsmaßnahmen beinhaltet.

 

Das Maßnahmenpaket wurde im Verwaltungsvorstand beschlossen und ist als Drucksache 16/1372 in der Ratssitzung vom 16.09.2021 der Tagesordnung als Beschlussentwurf beigefügt.

 

Zu Auftrag 3.

 

Das Gutachten der Universität Wuppertal kommt im Wesentlichen zu folgenden Ergebnissen

 

ü  Gesamtentwicklung in Remscheid

 

Die Gesamtentwicklung der Sportfreiflächen kann laut Gutachten als durchweg positiv angesehen werden. Die Bemühungen der Stadtverwaltung auch im Hinblick auf die Verringerung der Sportfreiflächen mangels Bedarf wird gewürdigt.

 

Die nachfolgenden Sportplätze wurden aufgegeben.

 

ü  Sportplatz Holz

ü  Düppelstrasse

ü  Tennenspielfeld am Röntgenstadion

 

Das Gutachten der bergischen Universität Wuppertal ist weiterhin bei der Auswertung der Zahlen, Daten und Fakten sehr detailliert auf jeden Standort in Remscheid eingegangen.

 

Die Ergebnisse der jeweiligen Standortbetrachtung sind unter den Handlungsempfehlungen (Seiten 23 – 25) zusammengefasst.

 

Die drei nachfolgenden Standorte werden wie folgt bewertet.

 

 

ü  Sportanlage am Hackenberg

 

Die ursprünglichen Planungen zum Sportzentrum Hackenberg sollten aufgegeben werden.

 

Neben dem bereits nicht mehr existierenden VfL Lennep, für den extra ein Kunstrasenspielfeld vorgesehen war, spielt auch der der Wunsch des dort beheimateten Vereins SG Hackenberg eine erhebliche Rolle, die Planungen nicht weiter fortzuführen, weil er seine Existenz durch fortschreitenden Mitgliederverlust bedroht sieht.

 

Auch der Sportbund Remscheid ist in zahlreichen Gesprächen zu diesem Ergebnis gekommen und unterstützt die beschlossene Vorgehensweise.

 

Der Austausch des Tennenspielfeldes in einen Kunstrasenspielplatz mit den unter 1. beschriebenen Zusatzangeboten für Leichtathletik wird als notwendig aber auch ausreichend angesehen.

 

Gegenstand der Überlegungen der Universität zur allgemeinen Entwicklung und im Kontext der Empfehlungen zur Sportanlage Hackenberg war auch die Sportanlage in Reinshagen. Neben dem beschlossenen und mittlerweile auch vollzogenen Austausch des unteren Tennenspielfeldes gegen ein Kunstrasenspielfeld und Aufwertung des oberen Kunstrasenspielfeldes in der Anlage in Reinshagen verbleibt neben dem Röntgenstadion dort noch ein Naturrasenspielfeld.

 

Mit dem Vorstand des FC Remscheid wurden intensiv die Möglichkeiten eines Ersatzspielortes für die 1. Mannschaft erörtert, sofern ein Stadionneubau in Hackenberg nicht mehr erfolgt und ggfs. auch das Röntgenstadion eines Tages nicht mehr existiert.

 

Dabei wurde in Erwägung gezogen, die Spiele der ersten Mannschaft des FC Remscheid in Reinshagen auszutragen

 

Der Vorstand hat signalisiert, dass Reinshagen als Austragungsort für die Spiele der ersten Mannschaft durchaus denkbar ist, es sollte allerdings eine offene Kommunikation mit den Vereinsmitgliedern erfolgen.

 

Die Sportanlage in Reinshagen bietet aus Sicht des Fachdienstes Sport und Freizeit auch Potential für Spiele mit einem höheren Zuschaueranteil.

 

Diesbezüglich sollen Vorüberlegungen in Bezug auf Zuschauerströme, Parkplatzflächen, Sicherheitsaspekte etc. durch den Fachdienst Sport und Freizeit ggfs. unter Hinzuziehung externer Beratung angestellt werden.

 

 

ü  Sportanlage am Neuenkamp

 

Gegen den Trend bei Tennenspielfeldern hat die Sportanlage am Neuenkamp einen leichten Aufschwung erfahren, der u.a. durch innovative und nachhaltige Stadtteilpolitik der letzten Jahre geprägt ist.

 

Hinzu kommen intensive Bemühungen des dort beheimateten Vereins bei den Themenfeldern Quartiersbezug, Kooperationen im Stadtteil, Akquise neuer Mitglieder aber auch Zertifizierungen bei Sportangeboten.

 

Die Aufwertung des Geländes am Neuenkamp durch ein Kunstrasenspielfeld sollte bei Vorliegen aller Voraussetzungen vollzogen werden.

 

Dabei werden die vom Fachdienst Sport und Freizeit in Kooperation mit der TBR erarbeiteten Planungen als Basis genommen, die im Rahmen des Förderantrags Investitionspakt Sport aufgestellt und eingereicht wurden.

 

Der Planungsentwurf der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), sieht neben der Sanierung des Fußballfeldes ein sehr breites Spektrum an sportlichen Angeboten für breite Bevölkerungsschichten vor. Quartiersbezogene niederschwellige Angebote mit großer Reichweite für Kinder und Jugendliche (u.a. Streetbasketball, Beachvolleyball, Tischtennis, Shuffleboard) aber auch seniorengerechte Angebote, wie z.B. eine Boulebahn sind wesentliche Elemente der Planung.

 

Neben den Voraussetzungen dort Bundesjugendspiele durchführen zu können wurde das Spielfeld so konzipiert, dass eine Hälfte des Fußballfeldes in drei Kleinspielfelder unterteilt werden kann, um eine höhere Auslastung und Nutzung durch die breite Öffentlichkeit zu ermöglichen.

 

Der BV 10 aber auch alle eingebundenen Akteure erhoffen sich durch die vorgelegte Konzeption eine weitere intensive Vernetzung und Kooperation im Quartier. Dabei wird ein Schwerpunkt auf Integrationsarbeit und spezifische Angebote für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gelegt werden.

 

Die Sportangebote sprechen ein junges Publikum unter dem Motto "Sport verbindet über alle Grenzen hinweg-" an. Dadurch erhöhen sich die Möglichkeiten zur Verbesserung der Integration benachteiligter Gruppen.

 

Weitere Handlungsschwerpunkte sollen aber auch Angebote für ältere Generationen sein. Seit kurzem bietet der BV 10 einen "Boule" Platz für Interessierte an. Ein barrierefreier Zugang zum Sportplatz ist bereits jetzt gewährleistet. Die energetische Ertüchtigung der vorhandenen Flutlichtanlage durch Umrüstung auf LED Technik ist Bestandteil der Planung. Dabei soll auch LED Technik zum Einsatzkommen, die dem Artenschutz gerecht wird. (siehe Untersuchungen des BUND)

 

 

ü  Sportplatz FC Klausen 

 

Der Sportplatz Klausen ist einer der wenigen Spielflächen, die noch mit einem Tennenspielfeld ausgestattet sind. Dieser Umstand aber auch die Randlage hat ebenfalls zu einem Mitgliederschwund in den letzten Jahren geführt.

 

Voraussetzung für eine von dem Verein angesprochene Aufwertung durch ein Kunstrasenspielfeld ist, dass mit dem Verein über realistische Zukunftsperspektiven, eine klar ausgerichtete Stadtteilorientierung und insbesondere eine verstärkte Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen aus Klausen gesprochen wird. Der Bedarf an Sport- und Freizeitangeboten ist im Quartier gegeben. Der Verein sollte auch die Zusammenarbeit mit anderen dort engagierten Akteurinnen und Akteuren suchen und z.B. auf die Möglichkeiten des neuen Stadtteiltreffs Klausen zurückgreifen.

 

 

Zu Auftrag 4.

 

Im Rahmen des Landesprogramms Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten hat der Fachdienst Sport und Freizeit in Kooperation mit der TBR zum Sportplatz Neuenkamp eine Planung erarbeitet (siehe Auftrag 3, Anlagen 7 und 8), die als Tiefbaumaßnahme im aufgelegten Förderprogramm dort vorgestellt wurde.

 

In einem weiteren Antrag als Hochbaumaßnahme wurde in Kooperation mit dem RSV eine Entwurfsplanung für einen Mehrzweckraum am Standort in der Fürberger Straße zur Antragstellung im Rahmen des Förderprogramms erarbeitet.

 

Im zweiten Anlauf hat der Förderantrag für die Hochbaumaßnahme des RSV den Zuschlag erhalten. Der Zuwendungsbescheid wurde am 29.07.2021 der Stadt Remscheid in Anwesenheit eines Vertreters des RSV übergeben.

 

Die Zusage der Förderung wurde bereits im April 2021 bekannt. Daraufhin wurde am 03.05.2021 ein gemeinsames Gespräch mit Vertretern des RSV, des BV 10 und des Sportbundes geführt, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen.

 

Dabei wurde festgehalten, dass die in Rede stehende Fördersumme über 1.354.979,00 € zur Umsetzung seiner Planung an den RSV weitergeleitet wird. Diese Weiterleitung ist vertraglich zu sichern.

 

Die Stadt Remscheid übernimmt den notwendigen Eigenanteil von 10% (= 150.553 €), diese Zusicherung wird ebenfalls Bestandteil des Vertrages.

 

Im Gegenzug erwirbt die Stadt Remscheid das Gelände am Neuenkamp für 1 €. (Gemarkung Remscheid Flur 134 Flurstücke 31, 48, 49, 72, groß insgesamt 14.542 m²). Der Ankauf des Geländes wird wie üblich im Rahmen eines Kaufvertrages abgewickelt.

 

Damit wird die Stadt Remscheid in die Lage versetzt, die bekannten Planungen bezüglich des Geländes fortzuführen. Nach Eigentumsübergang an die Stadt Remscheid stellt die Stadt bei der Bezirksregierung Düsseldorf zunächst einen Antrag auf Bezuschussung zur Entsorgung des dioxinhaltigen Tennenplatzmaterials.

 

Bei positiver Bescheidung und Eintreten der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen wird zunächst eine gesonderte Beschlussfassung zur Bereitstellung der Haushaltsmittel durch den Rat der Stadt notwendig. Die Kosten liegen derzeit geschätzt bei ca. 600.000 €

 

 

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

Die von den Beschlussvorschlägen tangierten investiven Maßnahmen sind derzeit wie folgt im Doppelhaushalt 2021 / 2022 eingeplant. 

 

Doppelhaushalt 2021 / 2022

In Euro

 

Gesamt

2021

2022

2023

2024

2025

INV452440

Verlagerung Sportanlage Hackenberg

 

13.100.000

 

 

200.000

1.300.000

6.000.000

INV452510

Umgestaltung Sportanlage Neuenkamp

 

1.556.500

-750.000

670.000

-300.000

886.500

- 450.000

 

 

 

INV450400

Weiterleitung Investitionszuschuss

 

1.505.600

-1.355.000

545.800

-491.500

959.800

-863.500

 

 

 

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan nicht enthalten

Das Investitionsprogramm des Doppelhaushaltes 2021 / 2022 wird aufgrund der Beschlussvorschläge – nach derzeitigem Kenntnisstand - wie folgt aktualisiert.

 

Doppelhaushalt 2021 / 2022

In Euro

 

Gesamt

2021

2022

2023

2024

2025

INV452440

Verlagerung Sportanlage Hackenberg

 

0

0

0

0

0

0

INV452440-neu

Umgestaltung Sportanlage Hackenberg

 

1.575.750

53.250

1.522.500

0

0

0

INV452510

Umgestaltung Sportanlage Neuenkamp

 

1.556.500

 

670.000

 

886.500

 

 

 

 

INV450400

Weiterleitung Investitionszuschuss

 

1.505.600

-1.355.000

545.800

-491.500

959.800

-863.500

 

 

 

INV133070-neu

Grundstücksankauf Neuenkamp Notarkosten

 

1000

1000

 

 

 

 

 

Entsprechende Haushaltsermächtigungen zur Umgestaltung der bestehenden Sportanlage Hackenberg sind im bisherigen Investitionsprogramm nicht enthalten. Die Mittel müssen außerplanmäßig bereitgestellt werden.

 

Im Zuge der Sportentwicklungsplanung entfällt die bisherige Belastung des Investitionsprogramms aus der Maßnahme INV452440 Verlagerung der Sportanlage nach Hackenberg. Hierdurch kann die Maßnahme zur Umgestaltung der Sportanlage Hackenberg im Rahmen des Investitionsprogrammes gedeckt werden. Die Finanzierung ist somit im Gesamtinvestitionsprogramm sichergestellt.

 

Die Umgestaltung der Sportanlage Neuenkamp war bereits Gegenstand der Investitionsplanung – allerdings mit einer entsprechenden Förderung in Höhe von 750.000 Euro. Da die Stadt Remscheid diese Förderung nicht erhalten wird, ergibt sich hieraus eine Belastung des Investitionsprogrammes, welche ebenfalls aus der Aufgabe der INV 452440 gedeckt bzw. sichergestellt werden kann.

 

Die Weiterleitung des Investitionszuschusses an den RSV war bereits Gegenstand des Doppelhaushaltes 2021 / 2022 bei der INV450400. Nach Vorliegen des Zuwendungsbescheides kann die Haushaltsermächtigung für die Zahlbarmachung genutzt werden.

 

 


In Vertretung

 

Neuhaus

Beigeordneter

 

 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister