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Name:16/1394  
Art:Anfrage CDU  
Datum:17.08.2021  
Betreff:Städtisches Konzept gegen Raserei, Autoposer und Motorenlärm in Lennep: Wurde der einstimmige Beschluss aus dem August 2020 von der Verwaltung inzwischen umgesetzt?
Anfrage der CDU-Fraktion
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Anfrage

zur Sitzung der Bezirksvertretung 3 - Lennep am 22.09.2021:

 

Städtisches Konzept gegen Raserei, Autoposer und Motorenlärm in Lennep: Wurde der einstimmige Beschluss aus dem August 2020 von der Verwaltung inzwischen umgesetzt?

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz,

sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Haumann,

 

die CDU-Fraktion bittet Sie darum, folgende Anfrage in die Tagesordnung der oben genannten Sitzung aufzunehmen und zu beantworten:

 

1.    Auf Antrag der CDU-Fraktion fasste die BV 3 vor nunmehr einem Jahr - nämlich am 19.08.2020 – einen einstimmigen Beschluss. Der Beschlusstext lautete:

„Die Verwaltung wird beauftragt, schnellstmöglich ein Konzept gegen das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit, Lärmbelästigung und sonstige Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung vorzulegen.“

Was ist der aktuelle Sachstand bei der Umsetzung dieses Beschlusses? Liegt das Konzept inzwischen vor?

2.    Wie die WZ berichtete, will die Wuppertaler Polizei bald verzehnfachte Bußgelder beschließen: „Wenn am Laurentiusplatz und an der B7 die Motoren aufheulen, soll das ab September härter bestraft werden.“

Ist der Verwaltung bekannt, dass die Polizei auch in Lennep künftig den unnötigen Lärm mit einem „hohen Kontrolldruck“ und „konsequenter Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten“ nachkommen wird? In Wuppertal gibt  es nach Auskunft des Polizeisprechers gegenüber der WZ „regelmäßige Schwerpunkt-Kontrollaktionen und wahrnehmbare Präsenzmaßnahmen“. Ist der Verwaltung bekannt, dass die Polizei auch in Lennep in ähnlich konsequenter Weise gegen die „Autoposer“ vorgehen will, die die Bürgerinnen und Bürger vor allem durch unnötigen Motorenlärm terrorisieren? Inwiefern hat sich der Oberbürgermeister der Stadt Remscheid für solche Maßnahmen eingesetzt und inwiefern sind sie zum Beispiel Teil eines mit der Polizei abgestimmten städtischen Konzepts gegen Raserei und unnötigen Motorenlärm?

 


Begründung:

 

 

Die Bürgerinnen und Bürger sind weiterhin sehr unzufrieden mit der Situation in Lennep. Auch ein Jahr nach dem Beschluss, dass die Stadt ein entsprechendes Konzept gegen diese negativen Erscheinungen vorlegen möge, hat sich nichts zum Positiven verändert. Wie der RGA noch im Mai 2021 berichtete, ist die Lärmbelästigung in Lennep weiterhin ein Ärgernis und großes Thema: https://www.rga.de/lokales/remscheid/remscheid-raser-in-lennep-zu-schnell-oder-zu-laut-90681761.html.

 

Ab September könnte die Polizei auch eine größere Handhabe haben, den Druck auf die Autoposer zu erhöhen. Das entsprechende Bußgeld für unnötigen Lärm soll deutlich angehoben werden.

 

Wir wollen von der Verwaltung nicht wissen, was alles nicht geht und wozu die Stadt nicht zuständig ist. Die Bürgerinnen und Bürger haben in Lennep ein extremes Problem mit Lärmbelästigung. Die Politik hat darauf reagiert und im August 2020 auf Antrag unserer Fraktion einen einstimmigen Beschluss gefasst. Wir sehen den Oberbürgermeister in der Pflicht, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Situation für die Menschen in seiner Stadt zu verbessern. Wir wollen Taten sehen und keine Ausflüchte hören.


Mit freundlichen Grüßen

 

gez. Markus Kötter

Sprecher der CDU-Fraktion  in der BV 3

gez. Alexander Schmidt

Stv. CDU-Fraktionsvorsitzender und beratendes Mitglied in der BV 3


Remscheid, den 17.08.2021