BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:16/1537  
Aktenzeichen:TBR.41
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:09.09.2021  
Betreff:Beantwortung der Anfrage der Interkulturellen Liste zur Auslastung der Kleingartenanlagen
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Mitteilungsvorlage Dateigrösse: 149 KB Mitteilungsvorlage 149 KB

Klima-Check

 

 

Zeit- und Personalkostenaufwand

136,38 EUR

 

Mitteilung der Verwaltung

Die nachfolgende Information wird zur Kenntnis genommen.

 

Ende 2020 wurde bereits der Bestand an Kleingartenanlagen dahingehend untersucht, in welchem Zustand die Anlagen sind und welche Nachfragesituation besteht. Hieraus können die Fragen wie folgt beantwortet werden:

 

1.    Ist der Stadt Remscheid bekannt, wie hoch der Auslastungsgrad der einzelnen Kleingartenanlagen in Remscheid ist?

 

Der Bereich Fachdienst Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung hatte bereits im Sommer 2020 eine Stellungnahme der Technischen Betriebe zur Nachfrage nach Kleingartenparzellen erbeten, woraufhin eine erste Umfrage bei den Vereinen gemacht wurde. Das Ergebnis zeigte eindeutig, dass bedingt durch die Coronapandemie die Nachfrage enorm gestiegen war: Es gab keinen Leerstand und alle Vereine führten Wartelisten, teilweise mit bis zu 25 Bewerbern. Vorher waren zwar auch die meisten Parzellen vergeben, aber die Wartelisten waren sehr kurz, so dass ernsthaft interessierte Bewerber damit rechnen konnten, in absehbarer Zeit einen Garten zu bekommen.


Nach stichprobenartigem aktuellen Kenntnisstand hat sich die Entwicklung nunmehr wieder geändert: Die Wartelisten befinden sich wieder auf Vor-Corona-Niveau, dauerhafter Leerstand ist nicht zu verzeichnen und neue Anfragen kommen nur spärlich herein. Einige Vorsitzende merkten zudem an, dass der coronabedingte Nachfrageboom ein Strohfeuer gewesen sei, weil viele Interessenten, die nun zurückgerufen wurden, kein Interesse mehr hatten und sich teilweise nicht mehr an ihr Anliegen erinnern konnten.

 

2.    Hat es in der Vergangenheit zwischen der Stadt Remscheid und dem Kreisverband Remscheider Kleingärtner bereits Gespräche über die Ausweisung zusätzlicher Flächen gegeben?

 

Aufgrund der festgestellten Nachfragesituation wurden keine diesbezüglichen Gespräche als notwendig erachtet.

 

3.    Sind der Stadt Remscheid die Nutzungsgewohnheiten der Kleingartenpächter bekannt (Eigenversorgung / Ruhe / Spielflächen für Familien mit Kindern)?

 

Die Erfahrung mit den Interessenten aus 2020 zeigt deutlich einen Trend, der sich in allen Anlagen findet: Die meisten Pächter suchen einen Garten zur Erholung und nicht zum Gemüseanbau.

 


4.    Gibt es von Seiten der Stadt Remscheid bereits Überlegungen, zusätzliche Grundstücke für die Erweiterung von bestehenden Kleingartenanlagen zur Verfügung zu stellen?


Nein, der Bedarf wird aktuell nicht gesehen.

 

5.    Wie schnell können Planungen für Erweiterungen oder für die Ausweisung neuer Anlagen realisiert werden?

 

Für die Ermittlung geeigneter Flächen und die Schaffung des formellen Planungsrechts sowie für Planung und Bau werden mehrere Jahre zu veranschlagen sein.

 

Die Verwaltung empfiehlt an dieser Stelle vielmehr, sukzessive in die Attraktivitätssteigerung der Anlagen zu investieren. Teilweise sind die baulichen Mängel in den Anlagen massiv, aufgrund dessen vereinzelt nicht mehr nutzbare Parzellen zu verzeichnen sind. Hierüber könnte bereits eine Verbesserung des Angebotes insgesamt in ausreichendem Umfang erreicht werden.

 

 

 

Zirngiebl

Betriebsleiter

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

keine

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt

 


 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister