BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:14/2774  
Aktenzeichen:0.12
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:11.01.2013  
Betreff:Radwegeverbindung Müngsten - Morsbach
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Mitteilungsvorlage Dateigrösse: 100 KB Mitteilungsvorlage 100 KB
Dokument anzeigen: Endfassung_Machbarkeit_Radweg_Muengsten_080612 Dateigrösse: 2 MB Endfassung_Machbarkeit_Radweg_Muengsten_080612 2 MB

Mitteilung der Verwaltung

Die nachfolgende Information wird zur Kenntnis genommen.

 

Nach Stilllegung der Deponie Solinger Straße im Jahre 2009 wurde seitens der Stadt Remscheid überlegt, ob eine radfahrerfreundliche Verbindung zwischen der Werkzeugtrasse über die Deponie Solinger Str.  und dem Brückenpark Müngsten realisierbar ist. Als ersten Schritt sollte eine Machbarkeitsstudie entwickelt werden. Hierfür standen der Stadt Remscheid jedoch keinen finanziellen Mittel zur Verfügung. Nach Gesprächen mit der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA) konnte erreicht werden, dass die erforderliche Machbarkeitsstudie durch Restmittel der BEA finanziert werden könnte. Die BEA beauftragte im November 2011, in Abstimmung mit den Städten Remscheid und Wuppertal, das Büro Leser, Sporbeck und Partner mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie.

 

Die Machbarkeitsstudie wurde am 08.06.2012 vorgelegt. Es wurden 4 Varianten und ein Alternativvorschlag geprüft, wie eine verkehrssichere Radverkehrsverbindung in der Morsbachtalstraße hergestellt werden kann. Nach Abstimmung zwischen der BEA und den Städten Remscheid und Wuppertal wurden zwei denkbare Lösungen betrachtet.

Die Machbarkeitsstudie ist der Drucksache als Anlage beigefügt.

 

Anmerkungen zur Vorzugsvariante:

Zweirichtungsradwege an Landstraßen müssen durch einen Sicherheitstrennstreifen von 1,75m Breite von der Fahrbahn getrennt werden. Eine weitere Geschwindigkeitsreduzierung würde rechtlich auch keine Verringerung des Sicherheitstrennstreifen zulassen, da die Regelbreite von 1,75m auf die Straßenart (hier Landstraße) bezogen ist und nicht auf die zulässige Geschwindigkeit.

Die Vorzugsvariante stellt abgesehen vom Alternativvorschlag, der keinen Eingriff in Natur- und Landschaft darstellt, den geringsten Eingriff dar. Hierbei wird zwar ein Eingriff angrenzend an die Straße erforderlich, es wird aber nicht die Bachaue, wie bei anderen Varianten in Anspruch genommen.

 

Anmerkungen zum Alternativvorschlag:

Schutzstreifen werden bislang nur innerhalb geschlossener Ortschaften angelegt, da sie nur hier zulässig sind. Eine Ausnahmegenehmigung muss über das Ministerium erwirkt werden. Zudem wird hier nur eine Mindestbreite von 1,25m vorgesehen. Die Geschwindigkeit wurde auf Grund der kurvenreichen Strecke bereits auf 50 km/h reduziert. Eine weitere Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h würde dem Radfahrer keine Sicherheit bringen, da durch die geringe Restfahrbahnbreite (3,50 bis 4,00m) im Begegnungsverkehr ein ständiges Überfahren der Schutzstreifen erforderlich wäre und eine weiteren Geschwindigkeitsreduzierung insbesondere von den Motorradfahrer nur schwer akzeptiert würde. Es kann durch die Markierung maximal eine Sensibilisierung des KFZ-Verkehrs erzielt werden.

Der Alternativvorschlag stellt keinen Eingriff in Natur und Landschaft dar.

Es ist anzumerken, dass die Untersuchung sowohl im Bezug auf die Anlage des einseitig geführten Zweirichtungsradweges (Vorzugsvariante) als auch bei der angedachten Lösung zur Anlegung eines Schutzstreifens (Alternativvorschlag) von den Vorgaben und Regelwerken abweicht.

Zur Zeit stehen allerdings keine Finanzmittel für eine Umsetzung zur Verfügung.

 

Die Städte Remscheid und Wuppertal werden sich dafür einsetzen, damit dieses sinnvolle Projekt, mit dem die Verkehrssicherheit für den Radverkehr in der Morsbachtalstraße deutlich verbessert werde kann, realisiert wird.

 

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

keine

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt

 


In Vertretung

 

 

Dr. Henkelmann

Beigeordneter

 

 

 

Kenntnis genommen

 

 

Wilding

Oberbürgermeisterin