BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:14/4205  
Art:Beschlussvorlage  
Datum:22.05.2014  
Betreff:Erweiterung des Angebotes an Urnenkolumbarien auf dem städtischen Waldfriedhof Reinshagen
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: Entwurfsplan Urnenkolumbarien Waldfriedhof Reinshagen Dateigrösse: 601 KB Entwurfsplan Urnenkolumbarien Waldfriedhof Reinshagen 601 KB

Beschlussvorschlag

 

Die Erweiterung des Angebotes an Urnenkolumbarien auf dem städtischen Waldfriedhof Reinshagen gemäß anliegendem Entwurfsplan wird beschlossen.

 


Begründung

 

Seit Ende 2000 werden auf den städtischen Friedhöfen in Remscheid Urnenkolumbarien zur Bestattung von Urnen als Alternative zu herkömmlichen Erdgräbern bereitgestellt, ab 2004 auch auf dem Waldfriedhof Reinshagen. Diese Bestattungsform wurde bis heute insgesamt sehr gut angenommen, was unter anderem auf die nicht erforderliche langjährige Verpflichtung zur Grabpflege zurückzuführen ist, dennoch eine individuelle Trauermöglichkeit ermöglicht wird.

 

Die auf dem Waldfriedhof Reinshagen insgesamt 180 Fächer sind mittlerweile nahezu vollständig belegt. Die Erweiterung ist daher zur Aufrechterhaltung des Angebotes bis Ende 2014 erforderlich.

 

Im Rahmen der Planung für die Erweiterung konnte einerseits auf die nunmehr bundesweit vielfältige Angebotsentwicklung bei den Herstellerfirmen zurückgegriffen werden, die gegenüber der bisherigen, relativ schlichten Gestaltung, nun eine deutliche gestalterische Aufwertung auch des Friedhofes insgesamt ermöglichen. Andererseits würde die Weiterführung der aktuellen, wegebegleitenden Kolumbarien-Anlage diese weiter in die Randbereiche des Friedhofes führen, was auch der langfristigen Friedhofsentwicklung entgegensteht. 

 

Unter diesen Aspekten erfolgte die Planung einer gänzlich neu gestalteten Urnenkolumbarien-Anlage auf einer bislang nur als Rahmenanlage genutzten, aber attraktiven Fläche im Umfeld des Eingangsbereichs zwischen Friedhofskapelle und Wohnhaus. Die Anlage wurde nicht mehr als Einzelstelen, sondern als Urnenmauern und -quader mit einer ansprechenden, an die Friedhofskapelle optisch angepassten Natursteinverblendung geplant. Als Bodenbelag ist ein rustikales, zur Natursteinverwendung farblich passendes Pflaster, vorgesehen. Die Raum bildenden Hecken, punktuelle Beleuchtung und einige kleinere Beete mit intensiver Bepflanzung runden die Gestaltung ab und unterstützen das hochwertige Bild  dieser Anlage. Gegenüber den bisherigen Stelen werden nun zur Wahrung der Gesamtgestaltung der Anlage die für eine individuelle Beschriftung bereits vorhandenen Fachabdeckungen nun zur Nutzung vorgeschrieben.

Zukünftig könnte diese Gestaltungsform entlang des Hauptweges auf dem Friedhof entsprechend weitergeführt werden. Die notwendigen Flächenreserven wären hierfür vorhanden.

 

Die Anlage bietet insgesamt 232 Fächer für Bestattungen, jedes Fach kann mit bis zu 2 Urnen belegt werden. Die Herstellungskosten werden mit insgesamt 210.000 EUR veranschlagt, wobei ein erster Bauabschnitt noch in diesem Jahr mit rd. 140.000 EUR, ein zweiter Bauabschnitt – je nach Nachfrage voraussichtlich in 2016 umzusetzen – mit rd. 70.000 EUR kalkuliert wurde. Im ersten Bauabschnitt entstehen 168 Fächer, im zweiten Bauabschnitt 64 Fächer. Die Mittel für den Ausbau der Anlage stehen im Investitionsplan der Technischen Betriebe zur Verfügung.

 

Für die neue Anlage ist die Erhebung einer neuen Nutzungsgebühr geplant, die im Vergleich zur bisherigen Gebühr für Urnenstelen aus gestocktem Beton höher liegen wird. Gegenüber der aktuellen Gebühr in Höhe von 1.250 EUR (bei 25 Jahren Nutzungszeit) wird mit einer neuen Gebühr um 1.750 EUR gerechnet, die dann mit einer weiteren Position in den Gebührentarif aufgenommen werden soll. Für die Nutzungsberechtigten relativiert sich die Gebühr leicht, da eine Grabplatte zur Beschriftung bereits im Preis enthalten ist, also nur deren Beschriftung zu beauftragen wäre.

Gebühren für ähnliche Bestattungen in neuen Anlagen auf anderen Friedhöfen zeigen eine etwa vergleichbare Gebührenhöhe. Die Details zur Gebührenberechnung werden mit gesonderter Vorlage, voraussichtlich im Rahmen der Gebührenkalkulation für 2015, dem Rat zum Beschluss vorgelegt.

 

 

 

 

Zirngiebl

Betriebsleiter

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

entfällt

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt

 


Kenntnis genommen

 

 

Wilding

Oberbürgermeisterin