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Name:15/0537  
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:04.11.2014  
Betreff:Zwischenbericht zum Stand der Arbeitsgruppe Haus Cleff
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Mitteilung der Verwaltung

Die nachfolgende Information wird zur Kenntnis genommen.

 

Arbeitsgruppe Haus Cleff

Es haben  bisher zwei  Treffen der Arbeitsgruppe stattgefunden.

 

Das erste Treffen war am 28.08.2014. Im Vorfeld der Sitzung war den Teilnehmern/Teilnehmerinnen ein Fragenkatalog zugesandt worden, der Aussagen zu den Stärken und Schwächen des Museums abfragte. Im Rahmen der  Diskussion  zu den Ergebnissen  wurde angeregt, dass eine  Auslagerung der bisher im Haus Cleff eingerichteten Büroräume vorgenommen werden sollte. Als alternative Unterbringungsorte wurden genannt:

 

  • Anmietung von Räumen im Gebäude des ehemaligen Chinarestaurants
  • Verlagerung der Büros von Erdgeschoss in das Obergeschoss
  • Einbeziehung von Haus Berger
  • Nutzung von Räumen im Werkzeugmuseum, die keine Ausstellungsfläche betreffen (Kontorgebäude)

 

Eine Vergrößerung des Museumbereiches erschien  sinnvoll, da für einen verbesserten Service die Einrichtung eines Museumshops und einer Cafeteria bzw. anderweitiger Gastronomie erforderlich ist.

 

Im weiteren Verlauf der Diskussion  wurde angeregt, dass das bisher als Wohnhaus genutzte „Haus Berger“ mit in die Planungen einbezogen werden sollte, da durch dieses Gebäude das Museumsensemble vervollständigt würde. Die Instandsetzung wäre  jedoch mit einem erheblichen Finanzierungsbedarf verbunden, weil sich das Haus in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand befindet. Aufgrund  der begrenzten Finanzierungsmittel stellte sich die Frage, ob es nicht  doch besser wäre, sich bei der Förderung zunächst nur auf das Haus Cleff zu konzentrieren. Bei der Konzeption sollte inhaltlich Bezug genommen werden auf alle drei Bereiche des Historischen Zentrums.

 

Als mögliche Zielgruppe wurden folgende Gruppen benannt:

 

  • Touristen
  • Schulklassen (Das Werkzeugmuseum ist identitätsstiftend für Remscheid und  deshalb wichtig für Schulklassen)
  • Firmenkunden der Werkzeugindustrie

 

Ziel des Konzeptes sollte eine „Verlebendigung“ des Museums sein.

 

Da das Museum recht weit von dem Ortskern entfernt ist, wäre eine inhaltlich wegführende  Anbindung an die Trasse des Werkzeugs wünschenswert.  Ebenso sollte  an der Schaffung von besseren Parkmöglichkeiten gearbeitet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das 2. Treffen hat am 28.10.2014 stattgefunden.

 

Die Verwaltung hat in diesem Treffen über die bisher erfolgten Arbeitsschritte  informiert.

 

Es  wurde folgendes veranlasst:

 

  • 23.07.2013 Untersuchung  des Käferbefalls unter Einschaltung  eines Sachverständigen.
  • Prüfung  für eine alternative  Unterbringung der bisher im Haus Cleff befindlichen Büroräume; Vorschlag: Unterbringung im Werkzeugmuseum
  • Anmeldung des Projektes für das Regionale Strukturprogramm 2014 -2016
  • Einzelgespräche mit diversen Personen des Arbeitskreises 

Anhand der Gespräche hatte die Verwaltung folgenden Vorschlag für die zukünftige Nutzung des Gebäudes erarbeitet:

 

Im Erdgeschoss sollen - verbunden mit einem gastronomischen Angebot (eventuell in Verbindung mit einem Inklusionsbetrieb) - attraktive Begegnungs- und Veranstaltungsräume entstehen, die durch Vereine, Institutionen und Unternehmen wie auch für Ausstellungen moderner Kunst und Galerietätigkeit  genutzt werden könnten. Auch für den Stadtteil entstünde dadurch ein wichtiger gesellschaftlicher Bezugspunkt. 

Eine weitere Variante wäre die komplette Nutzung des Erdgeschosses als Restaurant.

 

Das erste Obergeschoss soll eine moderne und didaktisch anspruchsvolle Präsentation zur Entwicklung Remscheids ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert bis zur Jetztzeit enthalten, die mit den bisher gezeigten Museumsexponaten - gestrafft und ergänzt - neu konzipiert werden soll.

 

Im zweiten Obergeschoss sollen - neben den bestehenden Museumsmagazinen - attraktive Studienräume sowie ein Seminarraum entstehen, welche von den mit dem Museum verbundenen Vereinen  genutzt werden können.

Der Arbeitskreis hat diesen Vorschlag diskutiert und unterstützte diesen weitestgehend. Die Mehrheit hielt jedoch die komplette  Nutzung des Untergeschosses als Restaurant für  zu kostenintensiv  und  zweifelt an einer Nachfrage in dem erforderlichen Umfang, so dass eine  multifunktionale Nutzung verbunden mit einer ergänzenden Bistro-Gastronomie favorisiert wurde.

 

Kosten

 

Nach Bestimmung von Schadensumfang und – Ursachen wurde  ein Konzept für das Erdgeschoss  zur denkmalgerechten Teilinstandsetzung des Schadensbereiches aufgestellt. Die Kosten hierfür betragen nach Aussage des Gutachtens brutto 860.000 €.

 

Für eine Kalkulation der Gesamtkosten sind folgende  Schritte erforderlich:

    • Diverse Untersuchungen  (Schadenskataster für das gesamt Haus, Brandschutzkonzept, Gutachten über die Statik des Gebäudes)
    • Erstellung eines Nutzungskonzeptes

 

Für die weitere Planung ist es  erforderlich, dass der Rat über die zukünftige  Nutzung beschließt. Denn nur, wenn die zukünftige  Ausrichtung festliegt, lassen sich belastbare Kosten ermitteln und nur dann kann  geklärt werden, welche Anträge auf Fördermittel gestellt werden können.

 

Finanzierung

 

Im Investitionsplan  sind  bisher in den nächsten Jahren 1.200.000 Euro veranschlagt. Der Haushalt ist allerdings noch nicht genehmigt.

 

Mögliche Fördermittel :

 

  • EU-Mittel über Regionales Strukturprogramm                                                                                                Antrag auf Aufnahme  in das Regionale Strukturprogramm ist gestellt - Wenn  Maßnahme  aufgenommen wird, muss ein Einzelantrag in 2015 gestellt werden.
  • Zuschuss  LVR 
  • Zuschuss NRW-Stiftung
  • Spenden

Falls ein Inklusionsbetrieb  mit eingebunden würde, könnten für diesen Bereich Fördermittel  bei weiteren Zuschussgebern beantragt werden.

 

Nächste Maßnahmen

 

  • Dringender Handlungsbedarf besteht darin, das Gebäude winterfest zu machen, um weitere Schäden zu vermeiden. Das Gebäudemanagement arbeitet zusammen mit der Unteren Denkmalbehörde an einer Lösung.
  • Da bisher nur die linke Haushälfte bezüglich des Käferbefalls untersucht wurde, ist für die Erstellung eines Schadenkatasters auch die rechte Haushälfte zu untersuchen. Hierfür ist es erforderlich, dass zunächst die  im Haus Cleff vorhandenen Büroräume verlagert werden. Es ist vorgesehen, die Büros im Werkzeugmuseum unterzubringen.

 

In Vertretung

 

 

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Dr. Christian Henkelmann

Stadtdirektor

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

keine

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt