Gebührenbedarfsrechnung 2015 für die städtischen Friedhöfe

BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:15/0576  
Aktenzeichen:TBR 4
Art:Beschlussvorlage  
Datum:10.11.2014  
Betreff:Gebührenbedarfsrechnung 2015 für die städtischen Friedhöfe
und Neufassung des Gebührentarifs zur Friedhofsgebührensatzung
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: Anlage 7 - Gebührentarif zur Friedhofsgebührensatzung Dateigrösse: 156 KB Anlage 7 - Gebührentarif zur Friedhofsgebührensatzung 156 KB
Dokument anzeigen: Anlage 1 - Übersicht Gebührenkalkulation Dateigrösse: 10 KB Anlage 1 - Übersicht Gebührenkalkulation 10 KB
Dokument anzeigen: Anlage 2 - Umrechnung Aufwand und Ertrag -> Kosten und Erlöse Dateigrösse: 9 KB Anlage 2 - Umrechnung Aufwand und Ertrag -> Kosten und Erlöse 9 KB
Dokument anzeigen: Anlage 3 - Gebührenpositionen Dateigrösse: 568 KB Anlage 3 - Gebührenpositionen 568 KB
Dokument anzeigen: Anlage 4 - Einzelkalkulationen Dateigrösse: 68 KB Anlage 4 - Einzelkalkulationen 68 KB
Dokument anzeigen: Anlage 5 - Grabgebühren und pRAP Dateigrösse: 8 KB Anlage 5 - Grabgebühren und pRAP 8 KB
Dokument anzeigen: Anlage 6 - Berechnung des öffentl Grünanteils Dateigrösse: 8 KB Anlage 6 - Berechnung des öffentl Grünanteils 8 KB

Beschlussvorschlag

 

1.                  Die Gebührenkalkulation 2015 für die städtischen Friedhöfe gemäß Anlage 1 wird beschlossen.

2.                  Die Neufassung des Gebührentarifs zur Friedhofsgebührensatzung zum 01.01.2015  gemäß Anlage 7 wird beschlossen.

 


Begründung

 

Zur Beurteilung der Kosten- und Erlösentwicklung und des sich daraus ergebenden Friedhofsgebührenbedarfs für das Wirtschaftsjahr 2015 ist als Anlage 1 die Gebührenkalkulation mit Zusammenfassung der wichtigsten Eckdaten beigefügt.

 

Gegenüber der Gebührenkalkulation des Vorjahres wird mit einer Kostensteigerung um 13.293  EUR (+1,33%) gerechnet. Demgegenüber werden die Erlöse um 58.498 EUR (+6,21%) höher kalkuliert. Insgesamt wird hieraus eine Unterdeckung in Höhe von 11.245 EUR bei einem Kostendeckungsgrad von 98,89% erwartet.

 

Der für die Friedhöfe auszuweisende öffentliche Grünanteil erhöht sich gegenüber der Vorjahreskalkulation um 3.100 EUR auf 188.000 EUR; er ist aus allgemeinen Steuermitteln finanziert und bildet einen Anteil von 18,57% (Vorjahr: 18,51%) der Gesamtkosten (Anlage 6).

 

Bestandteil der Kalkulation sind die gemäß DS-Nr. 15/0395  zur Änderung der Satzung für die städtischen Friedhöfe in Remscheid neu einzuführenden Grabarten. Die entsprechenden neuen Gebührentarife sind in der Neufassung des Gebührentarifs zur Friedhofsgebührensatzung (Anlage 7) enthalten.

Von diesen neuen Positionen abgesehen erfolgt keine Änderung der derzeit geltenden Gebührentarife.

 

Die bisherige Entwicklung der finanziellen Lage der städtischen Friedhöfe zeigt die folgende Grafik – gegenübergestellt sind die kalkulierten Werte nach der Gebührenkalkulation und die Endergebnisse nach der Betriebsabrechnung:

 

 

Die Kalkulationsgrundlagen für das Wirtschaftsjahr 2015 sind wie folgt beigefügt:

 

Anlage 2:             Umrechnung der Aufwendungen und Erträge in Kosten und Erlöse

Anlage 3:             Fallzahlen zu den Gebührentarifen; Einzahlungen und Erlöse daraus

Anlage 4:             Einzelkalkulationen für die Kostenträgerrechnung

Anlage 5:             Berechnung der Grabgebühren und Grabpflegegebühren;

                               passive Rechnungsabgrenzungsposten (pRAP)

Anlage 6:             Kalkulation des öffentlichen Grünanteils

Anlage 7:             Neufassung des Gebührentarifs

 

Bestattungen

 

Bei den Bestattungszahlen wird insgesamt wieder von einem Anstieg der Fallzahlen ausgegangen. Die Hochrechnung zum Ende des 3. Quartals 2014 zeigt eine Steigerung über alle Grabarten hinweg.

Weiterhin bestätigt sich der Trend hin zu den pflegefreien Grabstätten: sowohl die Fallzahlen der Urnenkolumbarien, der Urnenrasengräber sowie der Waldgrabstätten bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Dies war auch ausschlaggebend für die Entscheidung zur Erweiterung des Bestattungsangebotes insbesondere bei pflegefreien Grabarten.

 

Aus dem Angebot der neuen Grabarten wird ebenfalls ein leichter zusätzlicher Anstieg der Nachfrage erwartet.

 

Der Anteil an Urnenbestattungen auf den städtischen Friedhöfen ist weiterhin recht hoch mit über 85% aller Bestattungen.

 

 

Kosten

 

Die Personalkosten werden im Vergleich zur Vorjahreskalkulation aufgrund einer Einsparung im Overheadbereich trotz tariflicher Steigerungen etwas geringer erwartet (--5.660 EUR). Die Sachkosten sinken in der Summe um etwa 12.000 EUR, was wesentlich auf die Gebäudekosten zurückzuführen ist (-15.950 EUR), die jetzt nach TBR-Gründung etwas genauer bestimmt werden konnten.

 

Kalkulatorische Abschreibungen verringern sich leicht um rd. 5.300 EUR, die kalkulatorische Verzinsung des Anlagekapitals steigt – bei gleichbleibenden Zinssatz von 5,5% - deutlicher um knapp 11.300 EUR. Grund hierfür sind im Wesentlichen die voraussichtlich noch in 2014 abgeschlossenen Investitionen der Urnenkolumbarien auf dem Waldfriedhof Reinshagen und die Sanierung der Friedhofskapelle in Bliedinghausen.

 

Ebenfalls zu Kostensteigerungen (+13.590 EUR) führen die nunmehr genauer bestimmbaren Geschäftskostenumlagen der TBR (Zentrale Dienste, Finanzwesen und Werkstatt).

 

Erlöse

 

Deutliche Erlössteigerungen um rd. 55.000 EUR werden aus den Gebührenerlösen erwartet, die sich einerseits aus einer leicht gestiegenen Auflösung der passiven Rechnungsabgrenzung, andererseits aus den neuen Gebührentarifen ergeben.

 

Der öffentliche Grünanteil der städtischen Friedhöfe steigt leicht um 3.100 EUR (+1,68%) auf nun 188.000 EUR. Der Anteil an den Gesamtkosten bleibt nahezu unverändert bei 18,57%.

 

Weitere Erlöse liegen auf dem Niveau der Vorjahre, insbesondere die Zuwendungen des Landes für die Unterhaltung der Kriegsgräber und die Ruherechtsentschädigung.

 

Gebühren

 

Nach 2013 und 2014 wird auch für 2015 der erforderliche Gebührenbedarf ohne Änderung der derzeit gültigen Tarife erreicht. Wesentliche Gebührenpositionen, wie z.B. die Gebühren für das Nutzungsrecht von Wahl- und Urnenwahlgrabstätten, werden seit 2006 stabil gehalten.

Die vorgeschlagenen Änderungen im Gebührentarif (Anlage 7) ergeben sich ausschließlich aus den Positionen für die neu einzurichtenden Grabarten:

 

  1. Wahlrasengrab
    Der Gebührentarif entspricht dem der Wahlgräber 4.Ordnung zzgl. der anteiligen Aufwendungen für die Rasenpflege über die Nutzungszeit.

  2. Urnenwahlrasengrab
    Der Gebührentarif entspricht dem der Urnenwahlgräber 2.Ordnung zzgl. der anteiligen Aufwendungen für die Rasenpflege über die Nutzungszeit.

  3. Urnenkolumbarien
    Der bisher für die Urnenstelen in Reinshagen und Bliedinghausen geltende Gebührentarif bleibt weiterhin bestehen und wird jetzt unter Nr. 2.2.4.1 geführt.
    Neu aufgenommen wird die – voraussichtlich zum Jahreswechsel fertiggestellte – Anlage der Urnenwände auf dem Waldfriedhof Reinshagen. Aufgrund der wesentlich neuen Bauart ist hierfür eine neue Gebührenposition auszuweisen (vgl. hierzu auch DS-Nr. 14/4205 aus der Sitzung der Bezirksvertretung 1 vom 02.07.2014).

  4. Gemeinschaftsbaum im Begräbniswald
    Der Gebührentarif je Bestattungsplatz ist mit dem Tarif des Einzelbaumes (je möglicher Aschenbestattung) vergleichbar.

 

In der Übersicht zu den Gebührentarifen (Anlage 3) sind die neuen Positionen in der Spalte „Tarif 2015“ farbig hinterlegt.

 

Für die wichtigsten Endkostenträger ergeben sich aus der Gebührenkalkulation dann folgende Deckungen für das Wirtschaftsjahr 2015:

 

Betriebsabrechnung 2013

 

Die letztmalig im städtischen Haushalt durchgeführte Betriebsabrechnung 2013 weist für die städtischen Friedhöfe eine Unterdeckung von 14.217,45 EUR bei einem Kostendeckungsgrad von 98,56% aus. Der öffentliche Grünanteil berechnet sich auf 228.487,22 EUR und liegt somit deutlich über der Kalkulation,

 

Die Summe der Gebührenerlöse liegt mit 680.276 EUR nur geringfügig unter der Vorkalkulation. Alle weiteren Erlöse wurden wie erwartet erzielt, insgesamt liegen die Erlöse bei 973.473,03 EUR. .

 

Die Gesamtkosten wurden mit 987.690,48 EUR errechnet, wovon 540.283,33 EUR (entsprechend 54,7%) auf Personalkosten entfallen. Die Sachkosten liegen in der Summe bei 143.070,19 EUR, die Gebäudekosten bei 70.935,96 EUR. Kalkulatorische Kosten sowie Verwaltungskosten belaufen sich auf insgesamt 233.401,00 EUR.

 

Nachfolgend sind die Ergebnisse der letzten Betriebsabrechnungen zusammen gestellt:

 

 

BAB 2008

BAB 2009

BAB 2010

BAB 2011

BAB 2012

BAB 2013

 

 

 

 

 

 

 

Gebührenerlöse

582.785

565.331

725.893

703.033

728.231

680.277

Sonstige Erlöse

283.422

278.478

269.153

285.765

292.085

293.196

Summe

866.207

843.809

995.046

988.798

1.020.316

973.473

 

 

 

 

 

 

 

Personalkosten

446.724

472.630

529.600

506.947

510.622

540.283

Sachkosten

186.585

196.292

254.465

211.924

292.317

214.006

Verwaltungskosten, kalk. Kosten

217.486

220.086

225.330

225.275

239.086

233.401

Summe

850.795

889.008

1.009.395

944.146

1.042.025

987.690

 

 

 

 

 

 

 

Gebührenausgleich

0

34.764

50.000

0

0

0

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnis

+15.412

-10.435

+35.651

+44.652

-21.709

-14.217

 

 

 

 

 

 

 

Kostendeckungsgrad

101,81%

98,83%

98,58%

104,73%

97,92%

98,56%

 

 

 

 

Zirngiebl

Betriebsleiter

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

 

 


 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister