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Name:15/2351  
Aktenzeichen:0.12.2
Art:Beschlussvorlage  
Datum:12.04.2016  
Betreff:Fortführung des Rad- und Fußweges vom Bahnhof Lennep in Richtung Blume
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: Übersichtsplan Fortführung Balkantrasse Dateigrösse: 1 MB Übersichtsplan Fortführung Balkantrasse 1 MB

Beschlussvorschlag

 

1.     Die Radwegefläche im Gewerbegebiet Bahnhof Lennep, die für die Fortführung des Rad- und Fußweges (Balkantrasse) zurzeit vorgehalten wird, soll entfallen und dazu dienen, das Feuerwehrgerätehaus optimal und damit kostengünstig zu platzieren. Die restliche Gewerbefläche soll an die anliegenden Firmen zur Arrondierung verkauft werden.

 

2.     Die Radfahrer werden entsprechend der Wegweisung des Radverkehrsnetzes NRW über die Gartenstraße und Lüttringhauser Straße bis zur Blume geführt.

 

 


Begründung

 

Der Rad- und Fußweg der Balkantrasse endet derzeit am Bahnhof Lennep.

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten diesen Rad- und Fußweg bis zur Blume fortzuführen:

 

Angedachte Route;

Vom Bahnhof Lennep aus nutzen die Radfahrer und Fußgänger die vorhandene Unterführung am Bahnhof Lennep und gelangen auf die westliche Seite der Gleisanlagen.

Dort angekommen wird der Rad- und Fußweg zwischen dem Gleiskörper auf der östlichen Seite und den Gewerbegrundstücken / Feuerwehrgrundstück auf der westlichen Seite entlang der Gleisanlage nach Norden bis zur Schlachthofstraße geführt.

Die Schlachthofstraße muss mit einer Brücke von Süden nach Norden überquert werden.

Auf der nördlichen Seite der Schlachthofstraße führt der Rad- und Fußweg auf einem nicht städtischen Grundstück entlang der östlich gelegenen Gleisanlage weiter bis zur Diepmannsbacher Brücke.

Vor der Diepmannsbacher Brücke kann der Rad- und Fußweg über die Kleingartenanlage, welche nicht im städtischen Eigentum ist, bis zur Blume fortgeführt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den vorhandenen Weg über Endringhausen oder die Lüttringhauser Straße zu nutzen.

 

Konsequenz dieser Route:

1.      Schnellste und bequemste Route in Richtung Blume.

2.      Die Unterführung am Bahnhof Lennep ist für Radfahrer nur bedingt geeignet. Die Fahrräder müssen auf der östlichen Seite der Gleisanlage entweder die Treppe herunter getragen werden oder der Aufzug ist zu nutzen. Eine Rampe wie auf der westlichen Seite ist nicht vorhanden.

3.      Die Radwegefläche auf dem Gewerbegebiet Bahnhof Lennep kann nicht an die dort ansässigen Firmen verkauft werden. Ca. 500 qm x 80 Euro/qm = 40.000 Euro.

4.      Keine optimale Platzierung des Baukörpers des Feuerwehrgerätehauses auf dem Grundstück des Gewerbegebietes Bahnhof Lennep. Keine kostengünstige Lösung des Baukörpers.

5.      Brückenbau über die Schlachthofstraße; Kosten ca. 140.000 Euro (Quelle TBR).

6.      Kosten des Grundstücksankaufes von der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG). Grundstück von der Gartenstraße bis zur Diepmannsbacher Brücke in Höhe von ca. 2.500 qm x 80 Euro/qm = 200.000 Euro (Quelle BEG).
Wenn der Rad- und Fußweg über das Grundstück der BEG an der Schlachthofstraße geführt wird, erwartet die BEG, dass die Stadt Remscheid das Grundstück erwirbt. Die Nutzung und Vermarktung der Restfläche stellt sich insofern schwierig dar, da die Breite des Grundstückes durch den Rad- und Fußweg um ca. vier Meter verringert wird. Dadurch kann das Grundstück nicht mehr optimal genutzt werden. Dies zeigen die bisher geführten Gespräche mit Unternehmen, die sich für diesen Standort interessierten.

7.      Maßnahmen der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) auf dem Grundstück Schlachthofstraße wie zum Beispiel:

a)    Teilneubau einer Kabeltrasse mit Kabeltrog als Ersatz für die in den Flächen liegenden Teile der Kabeltrasse und -schächte.

b)    Stilllegung und Abbau der bestehenden Weichenheizungsanlage einschließlich Tank und Gasleitungen zu den versorgten Weichen.

c)    Neubau einer Weichenheizungsanlage.

d)    Neubau eines Stromanschlusses – Mittelspannung bis zu 10 kV eines Elektroversorgungsunternehmens mit Zuleitung von der Schlachthofstraße, Neubau eines Anschluss- und Verteilerschrankes.
Die BEG kalkuliert diese Maßnahmen mit ca. 360.000 Euro. Diese Kosten werden nicht durch die BEG übernommen, sondern sind durch den Käufer des Grundstückes zu tragen.

8.      Straßenbau, Entwässerung und Sicherung im Bahnbereich, Erstellung des Rad- und Fußweges (1.360 qm) bis zur Diepmannsbacher Brücke, Kosten ca. 80.200 Euro (Quelle TBR).

9.                  Stabgitterzaun entlang der Gleisanlage, Kosten ca. 42.000 Euro (Quelle TBR).

10.   Rampe von der Gleisanlage hoch zur Diepmannsbacher Straße; Kosten ca. 190.000 Euro (Quelle TBR).

11.   Maßnahmen der TBR: Koordinierung, Ausschreibung, Bauleitung, Kosten ca. 45.220 Euro (Quelle TBR).

12.    Der Rad- und Fußweg ist im Bebauungsplan 485 nicht gesichert. Der Bebauungsplan ist zu ändern.

 

 

Alternativ können wie als Anlage dargestellt die weiteren Routen der Varianten I und II ausgeschildert werden.

 

Alternative Route I;

Vom Bahnhof Lennep aus nutzen die Radfahrer und Fußgänger die vorhandene Unterführung am Bahnhof Lennep und gelangen auf die westliche Seite der Gleisanlagen.

Dort angekommen, kann der neu errichtete Fußweg bis zur Karlstraße genutzt werden, wobei auf diesem Fußweg das Fahrrad bis zur Karlstraße geschoben werden sollte.

An der Karlstraße angekommen, kann die neu hergestellte Karlstraße in nördliche Richtung bis zur Auffahrt der Firma Wortmann genutzt werden.

Danach fährt man die Auffahrt der Firma Wortmann hinauf (hier ist ein Wegerecht zu sichern) bis zum nördliche Ende des Grundstückes der BEG, südlich der Gebäude der Firma Wortmann, welche westlich der Gleisanlage stehen. Weiter geht es in nördliche Richtung zwischen der Gleisanlage, östliche Seite und den Hallen der Firma Wortmann, später dem Hang an der westlichen Seite bis zur Diepmannsbacher Brücke.

Vor der Diepmannsbacher Brücke kann der Rad- und Fußweg über die Kleingartenanlage, welche nicht im städtischen Eigentum ist, bis zur Blume fortgeführt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den vorhandenen Weg über Endringhausen oder die Lüttringhauser Straße zu nutzen.

 

 

Konsequenz dieser Route:

1.      Die Unterführung am Bahnhof Lennep ist für Radfahrer nur bedingt geeignet. Die Fahrräder müssen auf der östlichen Seite der Gleisanlage entweder die Treppe herunter getragen werden oder der Aufzug ist zu nutzen. Eine Rampe wie auf der westlichen Seite ist nicht vorhanden.

2.      Die freigehaltene Fläche für den Rad- und Fußweg auf dem Gelände des Gewerbegebietes Bahnhof Lennep kann an die ansässigen Unternehmen verkauft werden.

3.      Das Feuerwehrgerätehaus kann optimal platziert und kostengünstiger hergestellt werden.

4.      Die Kosten der Herstellung des Radweges bis zur Diepmannsbacher Brücke reduzieren sich deutlich.
Der Grundstückskauf der Rad- und Fußwegefläche beschränkt sich auf die Fläche nördlich des Grundstückes der BEG an der Schlachthofstraße,  südlich der Gebäude der Firma Wortmann, welche westlich der Gleisanlage stehen und in nördliche Richtung zwischen der Gleisanlage, östliche Seite und den Hallen der Firma Wortmann, später dem Hang an der westlichen Seite bis zur Diepmannsbacher Brücke (siehe Anlage, Fläche „angedachte Route“ zwischen den „Balken“).

  1. Keine Änderung des Bebauungsplanes.

 

Alternative Route II;

Vom Bahnhof Lennep aus nutzen die Radfahrer und Fußgänger die Straßen in nördlicher Richtung „Am Bahnhof“, „Gartenstraße“ und „Schlachthofstraße“ (Unterführung) bis zur Auffahrt der Firma Wortmann.

Danach fährt man die Auffahrt der Firma Wortmann hinauf (hier ist ein Wegerecht zu sichern) bis zum nördlichen Ende des Grundstückes der BEG, südlich der Gebäude der Firma Wortmann, welche westlich der Gleisanlage stehen. Weiter geht es in nördliche Richtung zwischen der Gleisanlage, östliche Seite und den Hallen der Firma Wortmann, später dem Hang an der westlichen Seite bis zur Diepmannsbacher Brücke.

Vor der Diepmannsbacher Brücke kann der Rad- und Fußweg über die Kleingartenanlage, welche nicht im städtischen Eigentum ist, bis zur Blume fortgeführt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den vorhandenen Weg über Endringhausen, oder die Lüttringhauser Straße zu nutzen.

 

Konsequenz dieser Route:

1.      Bei dieser alternativen Route braucht die Gleisanlage im Bahnhofsbereich Bahnhof Lennep (Unterführung) nicht gequert werden.

2.      Diese Route ist verkehrsintensiver als die beiden vorher beschriebenen.

3.      Die freigehaltene Fläche für den Rad- und Fußweg auf dem Gelände des Gewerbegebietes Bahnhof Lennep kann an die ansässigen Unternehmen verkauft werden.

4.      Das Feuerwehrgerätehaus kann optimal platziert und kostengünstiger hergestellt werden.

5.      Die Kosten der Herstellung des Radweges bis zur Diepmannsbacher Brücke reduzieren sich deutlich.
Der Grundstückskauf der Rad- und Fußwegefläche beschränkt sich auf die Fläche nördlich des Grundstückes der BEG an der Schlachthofstraße, südlich der Gebäude der Firma Wortmann, welche westlich der Gleisanlage stehen. Und in nördliche Richtung zwischen der Gleisanlage, östliche Seite und den Hallen der Firma Wortmann, später dem Hang an der westlichen Seite bis zur Diepmannsbacher Brücke. (siehe Anlage, Fläche „angedachte Route“ zwischen den „Balken“).
Keine Änderung des Bebauungsplanes.

 

 

 

Altstadtroute;

  1. Routenführung vom Bahnhof Lennep über die Altstadt Lennep, weiter über die Lüttringhauser Straße oder die Straße „Knusthöhe“ bis zur Blume.
  2. Diese Route ist als Alternative gedacht und ersetzt keine der vorher beschriebenen Routen.

 

 

Fazit:

 

Die Trassenführung des Rad- und Fußweges ab dem Bahnhof Lennep entlang der westlichen Seite des Gleiskörpers über das Gewerbegebiet Bahnhof Lennep ist entbehrlich.

 

Eine kostengünstige alternative Streckenführung vom Bahnhof Lennep bis zur Blume ist möglich und sinnvoll.

 

Das nördliche Grundstück eignet sich dann hervorragend für die Platzierung des Feuerwehrgerätehaus Lennep.

 

Sollte der Argumentation nicht gefolgt werden und der Rad- und Fußweg auf den derzeit gesicherten Flächen beibehalten bleiben, so kann die Rad- und Fußwegtrasse bis zur Blume nur dadurch gesichert werden, in dem der Beschluss gefasst wird, die Grundstücke der BEG in Gänze (Grundstück Schlachthofstraße bis Diepmannsbacher Brücke und das Grundstück der Kleingartenanlage (Diepmannsbacher Brücke bis zur Blume)) zu erwerben.

 

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

 

 


 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister