BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:15/3413  
Aktenzeichen:2.45 -Hackenberg
Art:Beschlussvorlage  
Datum:16.03.2017  
Betreff:Aktualisierung der Planung des Sportzentrums Hackenberg
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Anlage 1- 829-30-2 Konzept Var. 0_17 03 27 Dateigrösse: 508 KB Anlage 1- 829-30-2 Konzept Var. 0_17 03 27 508 KB
Dokument anzeigen: Anlage 2- 829 Kostenschätzung Var. 0_Zusammenstellung_17 03 23 Dateigrösse: 289 KB Anlage 2- 829 Kostenschätzung Var. 0_Zusammenstellung_17 03 23 289 KB
Dokument anzeigen: Anlage 3- 829-31-2 Konzept Var. A_17 03 27 Dateigrösse: 489 KB Anlage 3- 829-31-2 Konzept Var. A_17 03 27 489 KB
Dokument anzeigen: Anlage 4- 829 Kostenschätzung Var. A_Zusammenstellung_17 03 23 Dateigrösse: 289 KB Anlage 4- 829 Kostenschätzung Var. A_Zusammenstellung_17 03 23 289 KB
Dokument anzeigen: Anlage 5- 829-32-2 Konzept Var. B_17 03 27 Dateigrösse: 495 KB Anlage 5- 829-32-2 Konzept Var. B_17 03 27 495 KB
Dokument anzeigen: Anlage 6 - 829 Kostenschätzung Var. B_Zusammenstellung_17 03 23 Dateigrösse: 284 KB Anlage 6 - 829 Kostenschätzung Var. B_Zusammenstellung_17 03 23 284 KB
Dokument anzeigen: Anlage 7- 829-30-5.4 Konzept B III.1_Bauabschnitte_17 02 16 Dateigrösse: 438 KB Anlage 7- 829-30-5.4 Konzept B III.1_Bauabschnitte_17 02 16 438 KB

Beschlussvorschlag

 

1.    Die in der Anlage 5 beigefügte Planungsvariante B für das Sportzentrum Hackenberg mit einer Kostenschätzung von 10.825.067,29 € (Anlage 6) wird beschlossen. Der Sportausschuss gibt eine entsprechende Empfehlung ab.

2.    Der Fachdienst Sport und Freizeit wird auf Basis der Planungsvariante B beauftragt, die weitergehenden Prüfungen, Gutachten und Detailplanungen zur Stellung eines Bauantrages fortzusetzen.

 

 

 


Begründung

 

Für die Errichtung des Sportzentrums Hackenberg auf der Grundlage der ursprünglichen Entwurfsplanung des Architektenbüros Geo3 wurde ein Budget von 10,6 Millionen € zur Verfügung gestellt.

Auf der Basis dieser bekannten Entwurfsplanung aus 2013 und des erarbeiteten Bebauungsplanentwurfs zum Sportzentrum Hackenberg wurde mit dem Bürgerforum der erste Beteiligungsschritt im Bebauungsplanverfahren erfolgreich durchgeführt. Die von den Bürgerinnen und Bürgern in der frühzeitigen Beteiligung geäußerten Wünsche und Bedenken wurden soweit wie möglich berücksichtigt. Diese betrafen im Wesentlichen die Parkplatzsituation, den Verkehr und den Lärmschutz. Die hiernach erfolgte Überarbeitung und wesentliche Verbesserung der Plankonzeption beinhaltete die Erhöhung der Anzahl der Stellplätze von bisher 120 auf rund 300.

Zudem wurde bestätigt, dass die verkehrliche Situation auch im DOC-Betrieb funktioniert.

Nach Vorliegen der relevanten Fachgutachten der Stadtverwaltung, wäre eine Fortführung des Planverfahrens möglich gewesen. Allerdings hätte es Einschränkungen bei den Betriebszeiten geben müssen.

Denn mit dem zwischenzeitlich erzielten Planungsstand (hier Variante 0 als Anlage 1 mit Kostenberechnung als Anlage 2) wäre zwar der Trainingsbetrieb zu allen Zeiten und auf allen Plätzen der Sportanlage möglich gewesen. Auch auf den südlichen Plätzen hätten keine Einschränkungen für Turnier- und Ligaspiele bestanden. Allerdings hätten im zukünftigen Stadion aufgrund des Immissionsschutzes Turnier- und Ligaspiele an Sonntagen zwischen 13 und 15 Uhr nicht stattfinden können, zudem hätten die Abendspiele grundsätzlich vor 19 Uhr beginnen müssen

Da derartige Einschränkungen für die Nutzerinnen und Nutzer der Sportanlage und angesichts einer Investition von mehr als 10 Millionen Euro nicht akzeptabel gewesen wären, wurde der Auftrag erteilt, die Planung lärmtechnisch weiter zu optimieren, damit ein möglichst uneingeschränkter Spiel-, Turnier- und Ligabetrieb unter Gewährleistung des Immissionsschutzes für die Anwohnerinnen und Anwohner auf allen Plätzen stattfinden kann.

Für die Optimierung der in Rede stehenden Variante wurde daher die Aufteilung des Funktionsgebäudes in zwei Gebäudeteile mit der Platzierung der Lagerräume im Norden der Tribüne und der Beibehaltung der Räume für den Spielbetrieb und das Vereinsleben im südlichen Teil des Stadions erforderlich. Zudem wurde eine Verschiebung des Spielfeldes um etwa 3 bis 4 Meter nach Süden erforderlich und die Anhebung des Spielfeldes in Erwägung gezogen. Auf Basis dieser optimierten Planung (hier Variante A als Anlage 3 mit Kostenberechnung als Anlage 4), sollte dann das Planverfahren weiter durchgeführt und zügig abgeschlossen werden.

Bei der Erarbeitung dieser Variante wurde jedoch relativ schnell klar, dass diese ebenfalls wesentlich höhere Kosten auslösen wird, da die zu treffenden Maßnahmen gerade im Hinblick auf den Schallschutz sehr kostenintensiv sind.

Die vorliegenden Kostenschätzungen sehen wie folgt aus

 

Variante 0 (Anlage 2)

 

Gesamtkosten                                                 12.310.615,69 €

 

 

Variante A (Anlage 4)

 

Gesamtkosten                                                 12.056.776,79 €

 

Der Verwaltungsvorstand hat daraufhin den Fachdienst Sport und Freizeit beauftragt, eine weitere Variante erneut zu prüfen, die durch das Architektenbüro Geo3 vorgestellt worden war aber aufgrund des zunächst vorliegenden Zeitdrucks nicht weiter verfolgt wurde.

Diese dann in Feinabstimmung mit Geo3, der TBR und dem Gebäudemanagement entwickelte Variante B (hier Anlage 5 mit Kostenberechnung als Anlage 6) hat sich letztendlich als die kostengünstigste Lösung erwiesen, die aus sportfachlicher Sicht optimaler ist und im Vergleich zu den Varianten 0 und A erhebliche Vorteile bei der Bauausführung bietet. Zusätzlich kann das derzeitige Umkleidegebäude erhalten bleiben.

 

Durch die vorgenommene Aufteilung des Funktionsgebäudes in drei Gebäude auf dem Gelände, Verschiebung des Stadionbaus an die Hackenberger Straße und Anordnung der Stellplatzanlage zwischen den unteren Spielfeldern und dem Stadion lässt sich die Bauausführung in drei Bauabschnitte unterteilen (Anlage 7). Diese Möglichkeit besteht bei den Varianten 0 und A nicht.

 

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts, der mit ca. 10 Monaten zu veranschlagen ist, wäre die Aufnahme des Spielbetriebs wieder möglich und kann auch bei den beiden anderen Bauabschnitten aufrechterhalten bleiben. Dies wird zu einer erheblichen zeitlichen Entlastung bei der Verlagerung der Vereine führen, die bei den Varianten  0 und A mit rund 24 Monaten veranschlagt werden muss.

 

Für die Variante B ist weiterhin positiv anzumerken, dass durch die Umstrukturierung der Gebäudeanordnung deutlich günstigere Baukosten veranschlagt werden können. Zudem bietet die Variante B für die technischen Anlagen im Außenbereich den Vorteil, dass einige der vorhandenen Ver- und Entsorgungsleitungen / -trassen (z.B. Nahwärmeleitung) im Bereich des neugeplanten Parkplatzes verlaufen und somit nicht mehr durch die Baumaßnahme direkt betroffen sind. Mithin können auch die durch den Bau der Sportstätte begleitende Baumaßnahmen entzerrt werden.

 

Diese Möglichkeiten zur Kostenreduzierung lassen sich in der Variante A (bzw. 0) nicht umsetzen.

 

Die Gesamtnutzungsdauer der Nahwärme- und Wasserleitungen ist allerdings bereits überschritten, so dass diese, unabhängig von der Neubaumaßnahme, ohnehin zu erneuern sind. Die Realisierung des Sportzentrums birgt die Chance, die Synergieeffekte aus dem Bau der neu zu schaffenden Parkplätze zu nutzen und den Austausch der Leitungen zwischen der Sporthalle und der Hilda-Heinemann-Schule vorzunehmen. Die dafür erforderlichen Mittel in Höhe von 250.000 € sind im Rahmen des nächsten Haushaltsplanes im Investitionsprogramm des FD 1.28 - Gebäudemanagement einzuplanen. Da die zeitliche Durchführung dieser Maßnahme mit der Realisierung des Sportzentrums zusammen hängt, wird derzeit davon ausgegangen, dass die Mittel im Jahr 2019 kassenwirksam werden.

 

 

 

Die vorliegende Kostenschätzung für die Variante B sieht wie folgt aus

 

Variante B (Anlage 6)

 

Gesamtkosten                                                 10.825.067,29 €

 

 

Generell erklären sich die Steigerungen bei den Kostenschätzungen aller Varianten durch die zusätzlich erforderliche Stellplatzanlage und die Maßnahmen zum Schallschutz.

 

Es muss daraufhin gewiesen werden, dass die vorliegenden Kostenschätzungen ohne die für die Bauausführung erforderlichen Fachgutachten (Vermessung, Bodengutachten, Entwässerungs- und Lichtplanung, Statik sowie der Planung der technischen Gebäudeausstattung) ermittelt worden sind. Hieraus können sich noch Kostenveränderungen ergeben. Die Verwaltung ist daher im weiteren Planungsverlauf bestrebt, weitere Ansätze zur Kostenoptimierung zu identifizieren und in der weiteren Planung umzusetzen.

 

Mit dem Grundsatzbeschluss zur Ausbauvariante B wird der Fachdienst Sport und Freizeit in die Lage versetzt die weitergehenden Prüfungen, Gutachten und Detailplanungen für den avisierten Bauantrag für die Ersatzsportstätte Sportzentrum Hackenberg fortzusetzen.

 

Der Sportbund Remscheid hat sich nach intensiver Beratung ebenfalls für einen Grundsatzbeschluss zur Ausbauvariante B ausgesprochen.

 

 

 

 

 

 

 

Haushaltsrechtliche Darstellung:

 

a) Mehrkosten Sportzentrum:

 

Die aktualisierten Gesamtkosten der Variante B entgegen der bisherigen Maßnahmenplanung stellen sich wie folgt dar:

 

INV452440 - Verlagerung der Sportstätte nach Hackenberg (DOC)

 

Gesamtkosten

2016

2017

2018

bisheriger Ansatz gem. IP 2017/2018

10.610.000 €

318.550 €

3.900.000 €

6.391.450 €

neuer Ansatz gem. dieser DS

10.825.000 €

318.550 €

3.900.000 €

6.606.450 €

demnach Mehrkosten

215.000 €

0 €

0 €

215.000 €

 

Die Bezirksregierung führt mit Schreiben vom 25.03.15 zur Genehmigung des Haushaltes 2015/2016 aus, dass „…die Maßnahmen zur Schaffung von Ersatz für die Infrastruktureinrichtungen, die sich derzeit auf dem für das DOC vorgesehenen Gelände befinden, sollen durch den Kaufpreis refinanziert werden und den Haushalt nicht dauerhaft durch einen Anstieg der Fremdfinanzierung belasten.“.

 

Dies bedeutet, dass keine kreditbelastende Finanzierung aus dem Investitionsprogramm erfolgen soll. Der ergänzende Mittelbedarf wird aus verfügbaren Mitteln der zweckgebundenen Sportpauschale zur Verfügung gestellt. Eine kreditbelastende Finanzierung kann somit ausgeschlossen werden.

 

Eine grundlegende Überprüfung und Aktualisierung der Gesamtkosten sowie der Kassenwirksamkeit erfolgt erneut mit der Einplanung der Mittel im Investitionsprogramm im Rahmen der nächsten Haushaltsplanung.

 

Die planmäßigen Abschreibungen sind auf Basis der bisherigen Maßnahmenplanung im Haushalt vorgesehen. Diese erhöhen sich entsprechend der Mehrkosten von 215.000 € bei einer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren um ca. 14.333 € p.a. und werden ebenfalls mit der nächsten Haushaltsplanung berücksichtigt.

 

 

b) Kosten Erneuerung Nahwärme- und Versorgungsleitungen:

 

Wie bereits oben ausgeführt ist die regelmäßige und wirtschaftliche Nutzungsdauer der Medienversorgungsleitungen bereits überschritten, so dass diese derzeit mit einen Buchwert von 0 € geführt werden. Bedingt durch die Teilerneuerung ergeben sich aktivierungsfähige Kosten i.H.v. von 250.000 €, welche perspektivisch zu Abschreibungen von 6.250 € p.a. führen.

Sowohl die Maßnahmenkosten, als auch die Abschreibungen werden mit der kommenden Haushaltsplanung im Investitionsprogramm bzw. der Ergebnisplanung des FD 1.28 berücksichtigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.

 

In Vertretung

 

.


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

INV452440 - Verlagerung Sportst. n. Hackenberg (DOC): 10.825.000 € (bisher 10.610.000 €)

INV28neu - Teilerneuerung Medienversorgung SZ Hackenberg: 250.000 € (bisher 0 €)

Produkt 08.02.02 - Abschreibungen ab Fertigstellung: 700.430 € (bisher  686.097 €)

Produkt 01.12.01 - Abschreibungen ab Fertigstellung: 6.250 € (bisher 0 €)

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan teilweise enthalten

 

 


In Vertretung

 

Neuhaus

Beigeordneter

 

 

 

 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister