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Name:15/3419  
Aktenzeichen:2.45 - Eschbachtal
Art:Beschlussvorlage  
Datum:17.03.2017  
Betreff:Freibad Eschbachtal - Saison 2017
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: prüfbericht freibad19.05.2016 Dateigrösse: 158 KB prüfbericht freibad19.05.2016 158 KB
Dokument anzeigen: Freibad Beschluss 1997 Dateigrösse: 2 MB Freibad Beschluss 1997 2 MB

Beschlussvorschlag

  • 1.Der Stellenplan des Doppelhaushaltes 2017/2018 wird beim Fachdienst 2.45.1–   Schulsport, Sportmanagement und Freizeit - mit Wirkung zum 01.04.2017 wie folgt geändert:

Die Einrichtung einer 3. Schwimmmeisterstelle im Freibad Eschbachtal wird beschlossen. Die jährlichen Personalaufwendungen für die Einrichtung dieser Stelle nach EG 5 entspricht einer Höhe von 47.700 Euro (Jahreseckwert 2017 nach KGST - Personalkostentabelle 2016/2017 -  vgl. Kosten eines Arbeitsplatzes – KGST-Bericht 07/2016)

  • 2. Diese jährlichen Personalaufwendungen werden durch die Anbringung eines Kw 5 Vermerkes an die Stelle 30000961 (Sportstättenunterhalter) mit einen Eckwert von 45.900 € kompensiert.

Die Kompensation der Personalkosten in den Haushaltsjahren 2017/2018 erfolgt im Rahmen des Gesamtpersonalkostenbudgets.

 

  • 3. Der Kw 2 Vermerk der Objekt ID 30000945 wird aufgehoben.
  • 4. Die Verwaltung wird beauftragt, nach Ablauf der Saison einen umfassenden Bericht sowie ein Konzept im Hinblick auf Investitionen und den weitergehenden Betrieb des Freibades zu erarbeiten

 


Begründung

 

Die abgelaufene Freibadsaison 2016 hat neben vielen gelungenen Aktionen, die zusätzlich angeboten und auch gut angenommen wurden, gezeigt, dass die zusätzlichen Angebote aber auch einen angemessenen und verlässlichen Personaleinsatz bedingen, da sonst die Öffnungszeiten aus Sicherheitsgründen reduziert werden müssten. (Betreiberverantwortung und Betreiberpflichten)

 

Hauptamtlich sind im Freibad Eschbachtal derzeit zwei Mitarbeiter beschäftigt. Die Stelle des Betriebsleiters (Objekt ID 30000945) hat seit 1995 einen kw2 Vermerk, der mit der damals beabsichtigten Schließung des Bades (geplant Anfang 1997) begründet wurde.

 

Mit Beschluss des Rates vom 23.06.1997 wurde entschieden, das Freibad auch über das Jahr 1997 hinaus in städtischer Verantwortung zu belassen. Dieser Beschluss beinhaltete zusätzlich die befristete Einrichtung einer dritten Schwimmmeisterstelle.

 

Der damalige Beschluss ist in Anlage 1 beigefügt.

 

Bereits in der Drucksache 41/97 wurde festgestellt, dass die Sicherstellung der Badeaufsicht einen Personalbedarf von mindestens drei Schwimmmeistern erforderlich macht. Dabei wurde eine 70-stündige wöchentliche Betriebszeit zugrunde gelegt und festgehalten, dass ein Betrieb des Bades ohne ausreichende Schwimmaufsicht aus Sicherheitsgründen nicht erfolgen kann.

 

Bis zum Jahre 2015 wurde saisonbedingt der ehemalige Badleiter, der auch die Dienstwohnung auf dem Gelände bewohnt, über das Personalamt als Zusatzkraft eingestellt. Aus gesundheitlichen Gründen konnte dies in 2016 nicht mehr erfolgen. Der Fachdienst Sport und Freizeit nutzte aus Gründen der Sparsamkeit die Möglichkeit der Personalgestellung durch einen Dritten. Aufgrund hoher Ausfallzeiten hat sich dieser Weg als nicht verlässlich und praktikabel erwiesen.

 

Bei der Besetzung einer weiteren Stelle ist zu beachten, dass bundesweit Fachpersonal (sowohl Bäderfachangestellte als auch Rettungsschwimmer) fehlt.

 

Die Pflege der Anlage erfolgt, um Personalkosten für die Stadtverwaltung einzusparen, seit Jahren durch öffentliche geförderte Beschäftigung. Es ist beabsichtigt, diesen Weg weiter zu gehen.

 

Weitere Reduzierung von Personalkosten erfolgen dadurch, dass das Kassenpersonal und Rettungsschwimmer in der Saison über Zeitverträge eingestellt werden. (z.B. Studentinnen und Studenten )

 

Die technische und bauliche Ausstattung des Freibades ist auf dem Stand der sechziger Jahre und sehr störanfällig. Viele Arbeiten müssen daher von den hauptamtlichen Mitarbeitern noch von Hand (z.B. Chlorierung) erledigt werden und sind entsprechend zeitintensiv. Auf den entsprechenden Prüfbericht des Gesundheitsamtes vom 19.05.2016 (Anlage 2) wird verwiesen.

 

Außerhalb der Saison arbeiten die Schwimmmeister sowie Fachkräfte aus dem Fachdienst Sport und Freizeit an der Behebung von baulichen Mängeln bzw. am Substanzerhalt. (z.B. Sanierung barrierefreie Toilette, undichte Anschlüsse der Ringleitung, Sanierung der  Duschanlage etc.)

 

Die Einrichtung  der Schwimmmeisterstelle kann durch die Anbringung eines KW 5 Vermerkes an die Stelle 30000961 des Röntgen-Stadions kompensiert werden. Die Schwimmmeisterstelle kostet (E 5 Bereich 5 KGST) 47.700 €. Der Kw 5 Vermerk an der Stelle 30000961 (Sportstättenunterhalter)  verfügt über einen Eckwert (E 4 Bereich 3 KGST) von 45.900 €.

 

Mit Ausscheiden des Stelleninhabers  würde der KW-Vermerk umgesetzt werden können, oder im Rahmen der Neueinrichtung des Sportzentrums Hackenberg kann die Stelle frei gemacht werden, sofern der Stelleninhaber dann nicht mehr im Röntgen-Stadion eingesetzt würde und eine andere Stelle erhielte.

 

Resümee:

 

Der Fachdienst Sport und Freizeit stellt durch unterschiedliche Maßnahmen sicher, dass im städtischen Freibad Eschbachtal hohe Einsparungen bei den Personal- und Sachkosten realisiert werden.

 

Eine Substituierung der 3. Stelle einer / eines Bäderfachangestellten ist nicht länger möglich bzw. wäre aufgrund der Betreiberverantwortung und der Betreiberpflichten problematisch.

 

Einschränkungen bei kundenfreundlichen Öffnungszeiten im Freibad in der Saison können durch die Einrichtung der Stelle vermieden werden.

 

 

 

 

 

In Vertretung

 

Neuhaus

Beigeordneter

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

 

Auf Basis der aktuellen KGST-Eckwerte wird im Produkt 08.02.01 -  Freibad Eschbachtal die Teilergebnisplanzeile 11 – Personalaufwendungen, wie folgt erhöht.

 

Haushaltsjahr 2017:       35.775,-- €  (ab 01.04.2017)

Haushaltsjahr 2018 ff:  47.700,-- €  bis zur Umsetzung des Kw5 Vermerkes der Stelle 30000961.

 

Die Deckung erfolgt im Rahmen des Personalkostenbudgets. Die Sachkosten werden im Rahmen des bestehenden Sachaufwandsbudgets kompensiert.

 

 

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

 

 

 


 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister