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Name:15/4427  
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:03.01.2018  
Betreff:Information über RWE-Aktienkursentwicklung
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Mitteilungsvorlage Dateigrösse: 149 KB Mitteilungsvorlage 149 KB

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Mitteilung der Verwaltung

Die nachfolgende Information wird zur Kenntnis genommen.

 

In der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss vom 16.11.2017 wurde beschlossen, dass die Verwaltung den Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss über die Aktienkursentwicklung bei der RWE AG zu informieren hat, wenn der Kurs unter einen Wert von 17,60 € fällt. Dies ist am 14.12.2017 eingetreten, als die Aktie auf einen Kurs von 17,34 € gefallen ist. Auch im weiteren Verlauf ist der Kurs der RWE-Aktie nicht wieder nachhaltig über den Referenzkurs von 17,60 € gestiegen, momentan (03.01.2018 14:10 Uhr) liegt der Kurs bei 17,32 €, die Verwaltung kommt somit mit dieser Mitteilungsvorlage seiner Pflicht nach, bei der entsprechenden Kursentwicklung, den Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss zu informieren.

 

Die Kursentwicklung lässt sich damit begründen, dass die Tochtergesellschaft Innogy SE im Dezember 2017 eine Gewinnwarnung ausgegeben hat. Grund für die Gewinnwarnung waren EDV-Probleme auf dem britischen Markt, was zu erheblichen Kundenverlusten führte. Kunden konnten nur dadurch gehalten werden, dass man ihnen günstigere Konditionen angeboten hat. Innogy hatte bereits im November angekündigt, die Mehrheit am britischen Vertriebsgeschäft an den britischen Versorger SSE abzugeben.

 

Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird für 2017 voraussichtlich nur bei 4,3 Mrd. € anstatt bei 4,4 Mrd. € liegen. Von Seiten RWE sieht man jedoch keine Auswirkungen auf die geplanten Dividendeneinnahmen für 2017. Im Jahr 2018 erwartet man bei Innogy einen Rückgang des, für die Dividende ausschlaggebenden, Nettoergebnisses auf 1,1 Mrd. € (2017: 1,2 Mrd. €).

 

Im weiteren Verlauf hat man sich bei Innogy vom Vorstandsvorsitzenden Peter Terium getrennt, Gründe wurden hierfür offiziell keine genannt, jedoch signalisierte der Aufsichtsrat dass es unterschiedliche Auffassungen über die Strategie des Unternehmens gab. Von Seiten des Aufsichtsrates wird eine höhere Kostendisziplin gefordert, was dazu führt, dass von Seiten des Innogy-Vorstands derzeit Kosten in allen Segmenten geprüft werden. Details über ein mögliches Kostensparprogramm sollen Mitte März bekannt gegeben werden. Ein Nachfolger für Peter Terium wurde noch nicht benannt, Interimsweise übernimmt die Position der Personalvorstand Uwe Tigges.

 

RWE hat im November die Zahlen für die ersten 9 Monate des Jahres 2017 vorgestellt. Das Unternehmen sieht sich weiter auf einem positiven Weg und erwartet für das Gesamtjahr einen bereinigten Nettogewinn von 1,0 – 1,3 Mrd. €. Aufgrund der oben angesprochenen Situation bei Innogy und der Tatsache, dass diese keine Auswirkung auf die geplanten Dividendeneinnahmen haben soll, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht von einem schlechteren Ergebnis auszugehen.

 

Seitens der Verwaltung wird momentan kein Handlungsbedarf für einen schnellen Verkauf von RWE-Aktien gesehen, zumal dies auch nicht vollumfänglich möglich wäre, da sich die geplante Kettenverschmelzung der RW-Holding AG um ein Jahr verschoben und erst dieses Jahr vollzogen wird. Die Verwaltung wird demnach zum nächsten turnusmäßigen Zeitpunkt im März 2018 über die Entwicklung der RWE-Aktie berichten.   

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

keine

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt

 


 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister