BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:15/4640  
Aktenzeichen:2.40-Li
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:23.02.2018  
Betreff:Sachstandsbericht zur Dreifach-Sporthalle in der Innenstadt
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Mitteilungsvorlage Dateigrösse: 173 KB Mitteilungsvorlage 173 KB

Klima-Check

keine Relevanz

Mitteilung der Verwaltung

 

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Energieeffizienz vom 11.01.2018 bat Herr Nettekoven um einen Sachstandsbericht zu dem beabsichtigten Bau einer Dreifach-Sporthalle in der Innenstadt.

 

Die Verwaltung nimmt hierzu wie folgt Stellung:

Am 11.05.2017 wurde im Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung eine Objekt- und Standortplanung für die Errichtung einer 3-fach Schulsporthalle im Innenstadtbereich durchführt und hierfür für einen Standortvergleich, eine Machbarkeitsstudie sowie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durch einen externen Gutachter für folgende Standorte erstellt:

 

             Bau einer 3-fach Schulsporthalle am Schulstandort der Albert-Einstein-Gesamtschule, Brüderstraße 6-8, 42853 Remscheid, als Ersatz für die bestehende Schulsporthalle

             Bau einer 3-fach Schulsporthalle am Schulstandort des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, Elberfelder Straße 48, 42853 Remscheid

             Bau einer 3-fach Schulsporthalle am Standort Stadtpark

 

Im Rahmen der Standortvergleiche ist zu prüfen, welche bestehenden (Schul-) Sporthallen durch den Bau einer neuen 3-fach Halle aufgegeben werden können und welche Verwertungsmöglichkeiten sich hieraus ergeben.

 

Für die Erstellung der Machbarkeitsstudien sowie einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist, ähnlich wie bei den bekannten Maßnahmen „Rathausanbau“ und „Neubau Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung“, die Beauftragung eines externen Gutachters vorgesehen. Die erforderlichen Kapazitäten sind beim städtischen Gebäudemanagement nicht vorhanden. Die notwendigen Planungskosten sind im Haushalt etatisiert.

 

Das Fachdezernat Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung hat die Federführung bei der Vergabe eine Machbarkeitsstudie sowie  der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Die fachliche Begleitung findet in dieser Phase durch die Fachdienste Schule und Bildung, Sport und Freizeit sowie dem Gebäudemanagement statt.

 

 

Aktueller Sachstand zur Umsetzung des Beschlusses:

Aufgrund des Umstandes, dass keine Haushaltsmittel für den Bau in der Dreifachsporthalle im aktuellen Doppelhaushalt eingestellt sind, ist bzw. war davon auszugehen, dass eine Realisierung bei entsprechender Beschlusslage erst im Rahmen des folgenden Haushaltes 2019 ff. erfolgen kann. Insofern wurde die Umsetzung des Beschlusses in der Abarbeitung von den beteiligten Fachdiensten unter Berücksichtigung der bestehenden weiteren Auftragslage so priorisiert, dass den relevanten Ausschüssen und dem Rat die Ergebnisse des externen Gutachtens rechtzeitig für die Haushaltsberatungen zur Verfügung gestellt werden können. Nachfragen nach dem Sachstand der Umsetzung wurden in den Ausschüssen dementsprechend beantwortet.

Nach dem Beschluss im Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss am 11.05.2017 wurde im Ausschuss für Sport der Wunsch geäußert, dass die Verwaltung die Kriterien für die Leistungsbeschreibung und die Zeitplanung darlegen möge. Diesem wird mit der vorliegenden Information Rechnung getragen.

 

 

1.            Kriterien für die Leistungsbeschreibung durch die Fachdienste Schule und Bildung (2.40) und Sport und Freizeit (2.45)

 

Aus schulfachlicher Sicht:

-              Schülerbeförderungskosten

-              Erreichbarkeit für die Schülerinnen und Schüler

-              Erreichbarkeit mit dem ÖPNV

 

Aus sportfachlicher Sicht:

-              3-fach Schulsporthalle

 

Sporthalle Neubau 1 x:

Die nach DIN 18032 gebaute 3-fach Sporthalle soll 27,00 x 45,00 m groß sein und mittels zweier Trennvorhänge in drei Einheiten a 15 m x 27 m unterteilt werden können. Die Sportfläche wird 1.215,00 qm sein und die Raumhöhe soll mind. 7,00 m betragen, so dass alle gängigen Hallensportarten wettkampfgerecht betrieben werden können. Die Sporthalle soll einen rollsporttauglichen Boden erhalten (und optional mit einer Zuschauermöglichkeit (z. B. mobile Tribüne) für max. 199 Zuschauer ausgestattet werden, dann zusätzlichen Stauraum berücksichtigen).

Jedes Hallenteil muss vom Nebenraumtrakt separat zugänglich sein. Aus jedem Hallenteil ist ein zweiter Fluchtweg nachzuweisen.

Die Sporthalle soll natürlich belichtet werden. Eine Belichtung über die Längsseiten ist ab 2 m über Oberkante Sporthallenboden anzustreben.

Die Halle muss natürlich be- und entlüftbar sein.

Die Sporthalle mit den Nebenräumen soll nutzungsgerecht für behinderte Sportler und Besucher, primär für rollstuhlgebundene Personen barrierefrei nach DIN 18040-1 erschlossen sein. In den Besuchertoiletten ist ein behindertengerechtes WC nach DIN 18040-1 für Damen und Herren zu integrieren.

 

Geräteräume 3 x:

Die Geräteräume sind in Längsrichtung an den Hallenlängsseiten anzuordnen. Jedem Hallenteil ist ein Geräteraum zuzuordnen. Die Geräteräume sollen auf ganzer Länge zu öffnen sein. Die lichte Höhe muss 2,50 m im Durchgangsbereich (Schwingtor) mindestens 2,20 m betragen.

Die Geräteräume müssen eine Mindesttiefe von 4,50 m aufweisen und etwa eine Breite von jeweils 10 m, um die notwendige Sportgeräteausstattung unterbringen zu können.

Fläche je Raum 45 qm; Fläche gesamt 135 qm.

 

Lehrer-/Schiedsrichterräume 2 x:

Mindestens ein Lehrer-/Schiedsrichterraum soll direkt der Halle zugeordnet sein. Dies gilt insbesondere für den kombinierten Lehrer-/Schiedsrichter-/Sanitätsraum (Erste Hilfe) auf der Hallenebene. Eine Blickverbindung (Fenster) zur Halle ist erforderlich, die Fensterunterkante soll 1 m über Oberkante Fertigboden liegen. Die lichte Raumhöhe beträgt 2,50 m.

Eine leichte Auffindbarkeit und Erreichbarkeit für die Feuerwehr/Rettungsdienste muss gewährleistet sein.

Fläche je Raum 17,00 qm

Für die schulische Nutzung ist es aus Aufsichtsgründen notwendig, dass ein Lehrerraum den Umkleideräumen direkt zugeordnet ist. Die Räume sind mit einer Dusche und einem Handwaschbecken auszustatten. Die lichte Raumhöhe beträgt 2,50 m.

Fläche je Raum 12,00 qm

Fläche gesamt 29,00 qm

 

Umkleideräume 6 x:

Jeweils zwei Umkleideräume sind einem Wasch-/Duschraum zuzuordnen.

In den Umkleideräumen muss die Möglichkeit der Aufstellung von insgesamt 12 m nutzbarer Banklänge nachgewiesen werden.

Die Verkehrsflächen sollen mindestens 1,5 m breit sein bzw. 1,80 m, wenn der Raum zwischen den gegenüberliegenden Bänken als einziger Durchgang dient.

Die Verbindung der Umkleideräume zu den Hallenteilen soll über einen zentralen Erschließungsflur erfolgen. Eine strikte Trennung zwischen „Straßenschuhgang“ und „Turnschuhgang“ ist nicht zwingend notwendig. Alle Umkleideräume sollen natürlich belichtet werden, sowie natürlich be- und entlüftet werden können. Zusätzlich werden die Räume mechanisch be- und entlüftet.

Die lichte Höhe der Umkleideräume soll mindestens 2,50 m betragen.

Alle Umkleidebereiche sollen behindertengerecht sein.

Fläche je Raum 23,00 qm; Fläche gesamt 138,00 qm

 

Wasch-/Duschraum 3 x:

(Zuordnung zu je 2 Umkleideräumen)

Jeder Duschraum ist mit jeweils 6 Duschen, 6 Waschplätzen, sowie einem WC; lichter Innenraum B: 151 cm, T: 161 cm, Türaufschlag nach außen, auszustatten.

Eine natürliche Be- und Entlüftung soll vorgesehen werden, zusätzlich werden die Räume mechanisch be- und entlüftet. Bei gegenüberliegenden Waschstellen ist einschließen der Stehfläche eine Gangbreite von 1,80 m zu beachten. Bei einseitig angeordneten Waschstellen ist einschließlich der Stehfläche eine Gangbreite von 1,35 m erforderlich.

Die lichte Höhe des Dusch-/Waschbereichs beträgt mindestens 2,50 m

Fläche je Raum 21,00 qm; Fläche gesamt 63,00 qm

 

Toilettenanlagen:

Zusätzlich zu den Toiletten in den Wasch-/Duschräumen sind erforderlich:

 

Für die Sportler auf Hallenebene:

1 Damentoilette mit 1 WC-Sitz, 1 Handwaschbecken im Vorraum

1 Herrentoilette mit 1 WC-Sitz, 2 PP-Becken, 1 Handwaschbecken im Vorraum

1 Unisextoilette, barrierefreie Ausstattung, mit1 WC-Sitz und 1 Handwaschbecken

 

Für Zuschauer:

1 Damentoilette mit 2 WC-Sitz, 1 Handwaschbecken im Vorraum

1 Herrentoilette mit 1 WC-Sitz, 2 PP-Becken, 1 Handwaschbecken im Vorraum

1 Unisextoilette, barrierefreie Ausstattung, mit1 WC-Sitz und 1 Handwaschbecken

 

Reinigungsgeräteraum auf Hallenebene 1 x:

Der Reinigungsraum soll zentral und möglichst nahe der Halle angeordnet sein.

Die Türdurchgangsbreite muss mindestens 85 cm betragen (Reinigungsmaschinen).

Der Raum ist mit einem Kaltwasseranschluss und einem Ausgussbecken auszustatten, die lichte Höhe soll 2,50 m betragen, Ein Stromanschluss für die Reinigungsmaschine ist vorzusehen.

Fläche je Raum 4,00 qm; Fläche gesamt 4,00 qm

 

Abstellraum auf Hallenebene 2 x:

Der Abstellraum soll zentral und möglichst nahe der Halle angeordnet sein.

Die Türdurchgangsbreite muss mindestens 100 cm betragen (Einlagerung von Sportgeräten).

Die lichte Höhe soll 2,50 m betragen, Ein Stromanschluss für z. B Kompressor ist vorzusehen.

Fläche je Raum 16,00 qm; Fläche gesamt 32,00 qm

 

2.            Zeitplan für die Vergabe der Standort- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durch den Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften (5.12) in Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement (1.28)

 

 

1.            I. Quartal 2018: Vorbereitung zur Ausschreibung Vergabe der Standort-/ Wirtschaftlichkeitsuntersuchung nach einer ersten Vorplanung in Analogie zur Vorgehensweise des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung für die Standorte AES, EMA und Rollschuhbahn Stadtpark, da es sich je nach Standort aufgrund der unterschiedlichen Topografie um verschiedene Bauausführungen handeln wird.

2.            II. Quartal: Vergabe der Standort- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

3.            Ende II. Quartal: Vorstellung und Entscheidungsphase zur Standortentscheidung auf der Basis der Untersuchungsergebnisse

4.            Einbringung in die Haushaltsberatungen 2019/2020

5.            Realisierung bei Mittelverfügbarkeit

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

keine

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt

 


In Vertretung

 

 

 

 

 

Neuhaus

Beigeordneter

 

 

 

 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister