BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:15/4727  
Aktenzeichen:TBR 5.0
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:20.03.2018  
Betreff:Straßenschadensbericht und Straßenunterhaltungsprogramm 2018
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Mitteilungsvorlage Dateigrösse: 185 KB Mitteilungsvorlage 185 KB
Dokument anzeigen: Anlage 1 zu DS 15 - 4727 Dateigrösse: 73 KB Anlage 1 zu DS 15 - 4727 73 KB
Dokument anzeigen: Anlage 2 zu DS 15-4727 Dateigrösse: 944 KB Anlage 2 zu DS 15-4727 944 KB
Dokument anzeigen: Anlage 3 zu DS 15 - 4727 Dateigrösse: 80 KB Anlage 3 zu DS 15 - 4727 80 KB

Klima-Check

Im Rahmen der Straßenunterhaltung werden keine zusätzlichen Oberflächen versiegelt. Insofern werden keine nachteiligen Veränderungen vorgenommen.

 

 

Mitteilung der Verwaltung

 

Die nachfolgende Information wird zur Kenntnis genommen.

 

Im Betrachtungszeitraum 2017 / 2018 sind aufgrund von witterungsbedingen Einflüssen bis Mitte März im Vergleich zu den Vorjahren durchschnittlich viele Straßenschäden entstanden. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung war die Winterperiode noch nicht abgeschlossen, so dass es noch zu weiteren Frostschäden kommen kann, die nicht in diesem Bericht erfasst sind. Momentan wurden in dieser Frostperiode schon ca. 24 Tonnen Wintermischgut verbaut. Bei einem Schlagloch werden durchschnittlich ca. 10 kg verarbeitet. Rechnerisch wurden somit neben den dokumentierten Straßenschäden ca. 2.400 Schlaglöcher durch die Straßenmeistereien ausgebessert. Die Anzahl der von der Straßenmeisterei im Rahmen der Wegekontrollen erfassten und dokumentierten Straßenschäden lag im Jahr 2017 bei 10.460 (vgl. 10.546 in 2016).

 

Grundsätzlich ist allerdings festzuhalten, dass sich die allgemeine Straßensubstanz weiterhin gravierend verschlechtert hat. Dies hat zur Folge, dass die Straßen häufig nicht mehr mit einem einfachen Deckenüberzug nachhaltig repariert werden können, sondern aufwendig saniert werden müssen. Diese Sanierungen können dann nur noch investiv durchgeführt werden und sind um ein vielfaches teuer als eine einfache Deckensanierung.

 

In diesem Bericht wird auf Fahrbahnschäden eingegangen. Im Wesentlichen handelt es sich um folgende Schadensbilder:

 

  • Unebenheiten Aufwerfungen
  • Netzrisse Raue Stellen
  • Abplatzungen
  • Schlaglöcher
  • Zertrümmerungen
  • Abgerissene Anschlüsse
  • Absackungen
  • Mangelnde Griffigkeit
  • Offene Flanken

 

Damit die Fahrbahnoberflächen im Wesentlichen instand gehalten werden können, müssen viele Straßenbereiche umfangreich saniert werden. Teilweise muss der bituminöse Oberbau zusätzlich erneuert werden. Nur eine frühzeitige Umsetzung von Deckschichtarbeiten kann die Straßenoberbausubstanz nachhaltig erhalten. Anstelle der relativ kostengünstigen Umsetzung einer  Deckenerneuerung  müssen  die Straßen sonst  investiv erneuert werden. Dies hat zur Folge, dass die Kosten für einen Quadratmeter Straße schnell um den vielfachen Wert steigen.

 

In der beiliegenden Anlage 1 „Investitionsprogramm“ sind die Straßen aufgeführt, die im Investitionsprogramm der Stadt Remscheid aufgenommen sind. Hierunter sind Maßnahmen, die aufgrund von Fahrbahnschäden erneuert werden müssen, sowie sonstige Aus- oder Umbaumaßnahmen enthalten. Die Liste enthält weiterhin Straßen, die aus Sicht der Straßenunterhaltung als Erneuerungsmaßnahme in das Investitionsprogramm aufgenommen werden sollten. Für diese Maßnahmen wurde allerdings noch keine Kostenbeurteilung durchgeführt. Die Investitionssumme der im Investitionsprogramm bereits aufgenommenen Maßnahmen für Straße, bei denen die Stadt Remscheid der Straßenbaulastträger ist, beläuft sich auf rd. 26.562.400,00 €. Hiervon befinden sich derzeit Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 6,5 Mio. € in der Umsetzung.

 

In der beiliegenden Anlage 2 „Rückstellungen“ sind alle von den Technischen Betrieben Remscheid  (TBR) für die Jahresabschlüsse 2012 bis  2017 der Stadt Remscheid gemeldeten Maßnahmen aufgelistet, für die im Rahmen der Jahresabschlüsse eine Rückstellung für eine Deckensanierung gebildet werden sollte. Die Rückstellungen für die Jahre 2016 und 2017 wurden allerdings - mit Ausnahme der Maßnahme Lange Straße - noch nicht alle gebildet, da die Jahresabschlüsse für diese Jahre noch nicht vom Rat der Stadt festgestellt wurden.  Momentan wurden für diese Rückstellungsmaßnahmen ein Gesamtbetrag in einer  Höhe von rd. 4.370.067,04 für Fahrbahnen und 279.000,00 € für Gehwege (nachrichtlich) gemeldet. In den Jahren 2014 - 2017 wurden insgesamt 12 Deckensanierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 1,25 Mio. € umgesetzt.

 

In der beiliegenden Anlage 3 „Straßenschäden“ sind Fahrbahnen aufgelistet, in denen umfangreiche Frost– und Straßenschäden dokumentiert sind. In diese Straßen müssen rd. 8.434.149,24 € investiert werden, um sie in einen technisch befriedigenden Zustand zu versetzten. In diesen Straßen  können derzeit jedoch nur Instandsetzungsarbeiten zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit durchgeführt werden.

 

Die Durchführung der Straßenbaumaßnahmen wird unter Berücksichtigung der vorhandenen Personalkapazitäten priorisiert. Aufgrund der zunehmenden Aufgabenstellung wurde im Jahr 2017 durch eine interne Stellenverlagerung eine zusätzliche Bauleiterstelle für Straßenbaumaßnahmen geschaffen, die Anfang 2018 auch besetzt werden konnte.

 

Summenübersicht:

 

Anlage 1 „Investitionsprogramm“                           26.562.400,00 €               

Anlage 2 „Rückstellungen“         Fahrbahn              4.370.067,04 €

                                                               Gehwege                279.000,00 €

Anlage 3 „Straßenschäden“                                         8.434.149,24 €                  

 

Summe:                                                                             39.645.616,28 €

 

 

 

Verwendung der Unterhaltungsmittel 2018:

 

Mit dem oben aufgeführten Straßenschadensbericht wurde das schadhafte Straßennetz dokumentiert. Im Jahr 2017 wurden ca. 10.460 Kleinschäden durch die Straßenbegehung protokolliert und weitest gehend punktuell beseitigt. Im Jahr 2018 sind in etwa genauso viele Kleinschäden  zu erwarten. In 2018 werden für Kleinmaßnahmen in der Straßenunterhaltung und für die bauliche Instandhaltung der Straßen rd. 620.000,00 € zur Verfügung stehen. Die Mittel werden wie folgt verwendet:

 

Grünschnitt:                                       45.000 €

Material für Kolonnen: 180.000 €

Fremdvergaben:                             395.000 €

 

Da seitens der EWR, OGE, Telekom und anderen Versorgern in 2018 zahlreiche Leitungsarbeiten in sanierungsbedürftigen Gehwegen vorgesehen sind, sind  zur Erzielung von Synergieeffekten Mitbeauftragungen zur Sanierung der Restgehwegflächen durch die TBR vorgesehen. Ferner sind kleinere Fahrbahninstandsetzungen entsprechen den Prioritäten der Straßenmeistereien vorgesehen sowie einige Plattenumlagen an Gehwegen.

 

 

Ausblick:

 

Im Hinblick auf den Ausbau des Breitbandnetzes in Remscheid werden die Straßenmeistereien ihre Maßnahmen soweit wie möglich auf die noch vorzulegende Ausbauplanung des TK-Unternehmers ausrichten. Da der Breitbandausbau aufgrund der geltenden Förderbedingungen unter einem erheblichen Zeitdruck umgesetzt werden muss, muss hier auf die Qualität der Aufbrucharbeiten und vor allen die Wiederherstellung der Gehweg- und Fahrbahnoderflächen besonders geachtet werden. Hierbei sollte aus der Sicht der Straßenunterhaltung auf alternative Verlege-Techniken wie Micro-Trenching nur in Ausnahmefällen zurückgegriffen werden, da hierdurch die Straßensubstanz weiter geschädigt wird und die verlegten Kabel aufgrund der geringen Verlegetiefen bei künftigen Sanierungsmaßnahmen zu erheblichen Mehrkosten führen. Weiterhin werden die Leitungen anderer Ver- und Entsorgungsträger überbaut. Dies führt hier ebenfalls zu Mehrkosten bei Sanierungen. Auch die Koordinierung dieser Arbeiten mit den Arbeiten anderer Leitungsträger stellt aufgrund der zu erwartenden Anzahl der Maßnahmen eine große Herausforderung dar. Dieses Projekt wird daher in den nächsten Jahren nicht unerhebliche Personalkapazitäten erfordern.

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

 

keine

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

 

620.000,-€

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

Die Mittel sind im Wirtschaftsplan der Technischen Betriebe Remscheid enthalten.

 


Zirngiebl

Betriebsleiter

 

 

 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister