BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:15/4803  
Aktenzeichen:4.12.1
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:09.04.2018  
Betreff:Beantwortung der Nachfrage der Fraktion DIE LINKE: Nachfrage zur DS 15/4411 "Grün statt Grau" vom 22.02.2018
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Klima-Check

Durch das in der Mitteilung beschriebene Projekt können mittelbar die Klimaziele der Stadt Remscheid unterstützt werden.

 

Mitteilung der Verwaltung

Die nachfolgende Information wird zur Kenntnis genommen.

 

Die im Betreff genannte Anfrage hat folgende Fragestellungen zum Gegenstand:

  • Welche Maßnahmen werden unternommen um die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV für die ArbeitnehmerInnen in diesem Industriegebiet zu verbessern?
  • Welche Energiekonzepte zur nachhaltigen Verkehrsplanung  werden verfolgt?
  • Wie ist der aktuelle Sachstand beim Thema Elektromobilität resp. Ladestationen?

 

 

Zu diesen Fragen nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Forschungsvorhabens „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel (GeWa)“  wird das Gewerbegebiet Großhülsberg auf seine inhaltlich-thematischen Nachhaltigkeitspotenziale hin analysiert. Bei dem angestrebten Transformationsprozess stehen vor allem städtebauliche und freiraumplanerische Veränderungen im Vordergrund wie Verbesserung der ökologischen Qualität, Optimierung der Flächenfunktionalität und Freiraumgestaltung.

Darüber hinaus wurde untersucht, welche  Ansprüche die lokalen Akteure in dem Gewerbegebiet an dessen weitere Entwicklung haben.

 

Die Partizipation der örtlichen Unternehmerschaft und die Gründung des Unternehmensnetzwerks „Großhülsberg – nachhaltig“, ist dabei ein wesentlicher Aspekt. Im Rahmen mehrerer Netzwerktreffen wurden weitere Handlungsfelder u.a. das Thema „Mobilität“ mit einem pragmatischen auf Umsetzung ausgerichteten Ansatz bestimmt.

 

Durch die Kooperation mit dem Forschungsprojekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement im Bergischen Städtedreieck – BMM HOCH DREI“ kann das Thema optimal bearbeitet werden.

In diesem Projekt geht es darum, betriebliches Mobilitätsmanagement in Quartieren einzuführen und zu erproben. Dazu werden zunächst einzelne Unternehmen in ausgewählten Quartieren hinsichtlich Ihrer Mobilitätssituation untersucht, d.h. welche Mobilität verursachen die Unternehmen durch Mitarbeiter (Arbeitswege, Dienstreisen), Kunden, Lieferanten und welche Probleme gibt es in den Unternehmen bzw. Quartieren (beispielsweise schlechte ÖPNV-Anbindung, wenig Parkraum). Anschließend werden gemeinsam mögliche Maßnahmen entwickelt, um beispielsweise Kosten zu optimieren, die Mitarbeiterzufriedenheit zu stärken und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

 

Auf Basis dieser Einzelanalysen sollen dann Synergien genutzt werden und ein Mobilitätskonzept für das gesamte Quartier entwickelt und möglichst auch umgesetzt werden, um so den Wirtschaftsstandort nachhaltiger und ressourcenschonender zu gestalten

 

Das Gewerbegebiet Großhülsberg bietet mit der ansässigen Unternehmerschaft und der verkehrlichen Situation ein großes Potential, betriebliches Mobilitätsmanagement im Quartier einzuführen. In einem ersten Workshop im Rahmen der Oktobersitzung des Unternehmensnetzwerks „Großhülsberg – nachhaltig“, durchgeführt von dem Projektpartner Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH – Neue Effizienz wurden die Stärken und Schwächen des Gebiets sowie die Wünsche der Unternehmer/innen erarbeitet.

 

Unter anderem werden die Verbesserung der ÖPNV-Anbindung sowie die Etablierung eines Fuß- und Radweges angestrebt. Das Projektteam von BMM HOCH DREI erarbeitet aktuell ein Konzept für den Standort. Erste Ergebnisse werden im Sommerhalbjahr 2018 erwartet.

 

Darüber hinaus hat sich die Stadt Remscheid in einem Verbund mit den Städten Marl und Baesweiler, Ense, Kürten sowie dem Kreis Soest mit dem Beitrag „Starke Partnerschaften für nachhaltige Gewerbegebiete“ am Projektaufruf Kommunaler Klimaschutz.NRW beteiligt. Der Beitrag wurde positiv beurteilt und zur Förderung vorgeschlagen. Von Remscheider Seite wurde eine Projektskizze für das Gewerbegebiet  Großhülsberg eingereicht, die auch die Anlage eines Fuß- und Radweges beinhaltet.

 

Der geplante Radweg soll mit mehreren E-Bike-Ladestationen ausgestattet werden, vorzugsweise im Bereich vorhandener ÖPNV-Haltepunkte im Gewerbegebiet. Die Stationen sollen dabei schwerpunktmäßig von den Mitarbeiter/innen der ansässigen Unternehmen als klimafreundliche Alternative zur Bewältigung des täglichen Arbeitswegs sowie für Dienstfahrten innerhalb des Stadtgebiets genutzt werden. Gleichzeit besteht auch für die Bevölkerung der angrenzenden Wohnquartiere die Möglichkeit die neue Wegeverbindung zu nutzen.

 

 

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

keine

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt

 


In Vertretung

 

Heinze

Beigeordneter

 

 

 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister