BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:15/4969  
Aktenzeichen:4.12.2
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:23.05.2018  
Betreff:Sachstand Entwicklung Gewerbegebiete
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Klima-Check

Bei dieser Vorlage besteht zunächst kein Bezug zu klimarelevanten Aspekten (Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel). Klimarelevante Auswirkungen entstehen erst bei den Geländemodellierungen in den vorgesehenen Gewerbegebieten sowie bei der Bebauung der vorgesehenen Flächen.

Mitteilung der Verwaltung

Die nachfolgende Information wird zur Kenntnis genommen.

 

Für die Gewerbefläche an der Lenneper Straße sind seitens des FD 4.12 alle Rahmenbedingungen geklärt und es wird ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vorbereitet. Der Aufstellungsbeschluss soll noch dieses Jahr gefasst werden. Der Abschluss des Verfahrens und die Vermarktung werden für das Jahr 2020 erwartet. Der FD 4.12 wird dazu in Anlehnung an die erforderlichen Schritte des Bebauungsplanverfahrens einen genauen Zeitplan erstellen. Die besagten Flächen befinden sich alle im Eigentum der Stadt Remscheid. Aktuell wird berechnet wie hoch die Ausgleichkosten durch den Eingriff sind. Erst dann können die Gesamtkosten des Projekts beziffert werden.

 

Für das Gewerbegebiet an der Borner Straße (Erdbeerfelder) müssen von 15 ha Gesamtfläche ca. 10 ha durch die Stadt Remscheid angekauft werden. Die 10 ha verteilen sich auf 5 Flächeneigentümer. Aktuell laufen bereits die Ankaufsgespräche. Es besteht bei allen Eigentümern grundsätzlich Gesprächsbereitschaft. Sobald fest steht, welche Flächen angekauft werden können, wird das Plankonzept angepasst und abgestimmt. Das Bebauungsplanverfahren soll 2019 starten. Im Anschluss an das Planverfahren werden umfangreiche Geländemodellierungen nötig. Eine Vermarktung und Bebauung ist frühestens ab ca. Mitte 2022 denkbar. Zu den entstehenden Kosten kann noch keine belastbare Aussage getätigt werden.

 

Das Gewerbegebiet Gleisdreieck soll als interkommunales Gewerbegebiet geplant werden. Am 17.05.2018 wurde dazu eine Absichtserklärung mit den Städten Wermelskirchen und Hückeswagen unterzeichnet. Im Anschluss soll eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung, welche die Zusammenarbeit regelt, geschlossen werden. Das Gleisdreieck hat auf Remscheider Stadtgebiet eine Fläche von ca. 18 ha. Davon befinden sich ca. 4 ha bereits im Besitz der Stadt Remscheid. Die restlichen 14 ha verteilen sich auf drei Eigentümer. Erste Kontakte mit den Flächeneigentümern sind bereits geschlossen. Im Zuge des Verfahrens müssen die Regionalpläne Köln und Düsseldorf geändert werden. Abstimmungen mit den übergeordneten Behörden laufen bereits. Das Bebauungsplanverfahren soll 2019/2020 starten. Im Anschluss werden umfangreiche Geländemodellierungen nötig. Eine Vermarktung und Bebauung ist frühestens ab ca. Anfang 2023 denkbar. Zu den entstehenden Kosten kann noch keine belastbare Aussage getätigt werden.

 

Die Summe der Investitionskosten für die drei sich in der Planung befindlichen Gewerbegebiete beläuft sich gemäß aktueller Kostenschätzung auf ca. 30.000.000 €. Davon entfallen folgende Kosten auf die konkreten Projekte:

 

1.         Borner Straße (Erdbeerfelder), Gesamtsumme ca. 15.000.000 €

2.         Gleisdreieck, Gesamtsumme ca. 14.200.000 €

3.         Lenneper Straße, Gesamtsumme ca. 800.000 €.

 

Die Kostenschätzung basiert auf einem „worst-case“ Szenario und ist in diesem frühen Planungsstadium in keinem Fall belastbar. In dem „worst-case“ Szenario wird für die Gewerbegebiete Gleisdreieck und Erdbeerfelder mit der maximal möglichen Fläche kalkuliert und es wird davon ausgegangen, dass das Gelände im ungünstigsten Fall jeweils bis auf das Straßenniveau angehoben wird. So zeigt eine interne Berechnung, dass im Bereich Erdbeerfelder in diesem Fall mehr als ca. 300.000 m³ Bodenmaterial eingekauft und eingebaut werden müssten. Die Kosten können erheblich sinken, wenn dieses Bodenmaterial nicht gekauft sondern als überschüssiger Erdraum von anderen Baustellen kommt. Ob das entsprechende Bodenmaterial zu dem Zeitpunkt, wenn die Geländemodellierung durchgeführt werden soll frei auf dem Markt zur Verfügung steht kann heute nicht abgeschätzt werden.

 

Die Kosten für die Geländemodellierung machen mit ca. 50 % den weitaus größten Kostenblock aus. Sollte man sich im Planungsprozess für eine terrassenförmige Geländemodellierung entscheiden, sinkt der Bedarf an Bodenmaterial erheblich. Entsprechend sinken die Kosten.

 

Die Gesamtkosten und Erlöse können im Gleichschritt mit der voranschreitenden Planung sukzessive konkretisiert werden. Die kurz- und langfristigen Erlöse sowie mögliche Förderungen sind in der Kalkulation bis dato nicht berücksichtigt.

 

Für das Gewerbegebiet Hohenhagen gibt es noch keinen Zeitplan, da die Erschließung noch geklärt werden muss.

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

 

Über den prognostizierten Gesamtzeitraum zur Entwicklung der einzelnen Flächen ergibt sich für die Projekte Borner Straße (Erdbeerfelder), Gleisdreieck und Lenneper Straße ein geschätztes Investitionsvolumen von ca. 30.000.000 €.

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

 

Teilweise sind die notwendigen Beträge im Haushaltsplan 2017/2018 enthalten. Die Planungen sind zu aktualisieren und im Rahmen der Haushaltsplanung 2019/2020 – vorbehaltlich der ermittelten Kosten, Förderfähigkeit und Finanzierbarkeit – im Investitionsprogramm einzuplanen.

 


In Vertretung

 

 

 

Heinze

Beigeordneter

 

 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister