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Name:15/5068  
Aktenzeichen:4.12.1
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:18.06.2018  
Betreff:Fördermöglichkeiten im Rahmen der Regionale 2025
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Klima-Check

Die Mitteilung hat keine Klimarelevanz.

Mitteilung der Verwaltung

Die nachfolgende Information wird zur Kenntnis genommen.

 

In der Sitzung des Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 26.04.2018 wurde um Prüfung gebeten, ob Remscheid von Fördermöglichkeiten für an das Gebiet der Regionale angrenzende Randgebiete profitieren kann.

 

Aus der Broschüre „Die Regionale 2015 im Bergischen Rheinland – Konzept. Organisation und Umsetzung“:

 

Am 14. März 2017 hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen per Kabinettsbeschluss den Zuschlag zur Ausrichtung einer REGIONALE 2025 an den Projektraum »Bergisches RheinLand« erteilt. … Die Gebietskulisse des »Bergischen RheinLandes« umfasst den gesamten Rheinisch-Bergischen, den Oberbergischen Kreis sowie den östlichen Rhein-Sieg-Kreis mit insgesamt 28 Kommunen. Damit bildet das »Bergische RheinLand« den östlichen Projektraum innerhalb der Region Köln/Bonn. …Das »Bergische RheinLand« weist vielfältige Verknüpfungen zu benachbarten Räumen wie der Rheinschiene im Westen, dem Bergischen Städtedreieck im Norden, Südwestfalen im Osten und den Kreisen Altenkirchen und Neuwied (Rheinland-Pfalz) im Süden auf, die für eine kooperative Projektentwicklung bedeutsam sind. Insofern kann in Bezug auf die Raumkulisse zwischen einem Kernraum mit den 28 Kommunen in den drei Kreisen und einem Wirkraum mit den raum-funktionalen Verknüpfungen unterschieden werden. …

 

Im Rahmen der REGIONALE 2025 sollen im »Bergischen RheinLand« die eigenen Entwicklungspotenziale des eher ländlich geprägten Raumes mit externen Impulsen der stark urbanisierten Rheinschiene verknüpft werden. Ziel ist es, die attraktiven Vorzüge des Lebens auf dem Land - wie hohe Wohn- und Lebensqualität und innovative Arbeitsstandorte in landschaftlich hochwertiger Umgebung - mit städtischen Lebensstilen und Qualitäten zu kombinieren und das »Bergische RheinLand« darüber zu einem spezifischen und attraktiven Raum innerhalb der Gesamtregion Köln/Bonn und zu einem beispielhaften Referenzraum für Nordrhein-Westfalen zu profilieren. …

 

Der übergreifender Entwicklungspfad, der wichtige Verknüpfungen zwischen den vier nachfolgend benannten Entwicklungspfaden und somit der Gesamtstrategie darstellt, hat das Ziel, den bestehenden Austausch zwischen Akteuren wie Behörden, Unternehmen, Verbänden, Wissenschaft, Vereinen und Bürgerschaft sowie deren kooperative Zusammenarbeit zu stärken und dadurch zu einer Zukunftsregion mit nachhaltiger Verantwortung zu werden. …

 

  • Entwicklungspfad 1 – Ressource trifft Kulturlandschaft (u.a. Ressource Wasser – „Bergische Seenplatte“)
  • Entwicklungspfad 2 – Innovation schafft Arbeit
  • Entwicklungspfad 3 – Qualität von Wohnen und Leben
  • Entwicklungspfad 4 - Mobilität und Digitalisierung als Zukunftsmotor

 

Durchführung der Regionale:

Projektfindung, -auswahl, -qualifizierung und -umsetzung werden durch Formate und Strategien auf effektive Weise durchgeführt, ohne Ansprüche an Qualität zurückzustellen. Gleichzeitig werden die im Rahmen der Bewerbung benannten Prinzipien einer REGIONALE neuen Typs auch auf die Kriterien für die Projektauswahl und -qualifizierung (interkommunal, intermediär/kooperativ, integriert, Zukunftsbeitrag/Strukturrelevanz, Machbarkeit und Nachhaltigkeit, Qualität und Innovation) übertragen. Die Umsetzung der REGIONALE 2025 vollzieht sich dabei in mehreren Phasen:

 

Interimsphase -

Phase der Vorbereitung (Mitte 2017 bis Anfang 2018)

Durchführungsphase (Anfang 2018 bis 2026)

Auf Basis der Ergebnisse aus dem Themen- und Projektspeicher und der Basis-Erfassung wird im ersten Halbjahr 2018 der weitere Prozess der Projektfindung und -qualifizierung abgeleitet. Während einige Projekte aufgrund ihres „Reifegrades“ bereits sehr früh umgesetzt werden können, könnten zur Ergänzung des Projektportfolios bei Bedarf mehrere aktivierende Projektaufrufe/-wettbewerbe entlang der thematischen Entwicklungspfade durchgeführt werden. Grundsätzlichist davon auszugehen, dass sich die Qualifizierung und Umsetzung dynamisch und innerhalb der Gesamtlaufzeit der REGIONALE 2025 in mehreren Wellen ausgestalten wird.

 

Förderung und Finanzierung der GmbH:

Die REGIONALE 2025 Agentur GmbH wird im Zeitraum 2018-2026 mit voraussichtlich 70% der

Gesamtkosten (s.u.) durch das Land NRW im Rahmen der Städtebauförderung (Programm „Kleine Städte und Gemeinden“) gefördert. Der Förderantrag für das Konsortium wurde in Abstimmung mit dem zuständigen Referat im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung (MHKBG NRW) und den vier Gesellschaftern der GmbH durch den Oberbergischen Kreis treuhänderisch vorbereitet und bei der Bezirksregierung Köln eingereicht.

 

Schnittstelle REGIONALE 2025 in Südwestfalen:

Erstmalig hat die Landesregierung zwei REGIONALEN für ein Präsentationsjahr vergeben. So wird parallel zum Projektraum »Bergisches RheinLand« auch die Region Südwestfalen eine REGIONALE 2025 ausrichten. Durch diese zeitliche Parallelität und der direkten räumlichen Nachbarschaft ergibt sich die Chance, gemeinsame Themenlinien zu identifizieren und mit gegenseitigem Nutzen zu qualifizieren und umzusetzen (bspw. RB25, Verkehrsinfrastruktur, Gewässerkorridore, touristische Schnittstellen u.a.m.).

 

Aufgrund des Ansatzes der Regionale 2025 »Bergisches RheinLand«, insbesondere wegen des Rückgriffs auf bereits konzipierte Projekte, der Fokussierung auf Themen des ländlichen Raumes, der Einordnung ins Städtebauförderungsprogramm und der auch thematischen Schnittstelle zur parallelen Regionale 2025 in Südwestfalen ist eine Partizipation der Stadt Remscheid an den Fördermöglichkeiten der Regionale 2025 mit einem eigenen Projekt in der Randzone nicht zu erwarten. Allerdings wird auch auf die enge Verknüpfung des Regionale-Raumes mit dem Bergischen Städtedreieck verwiesen und im Entwicklungspfad 1 – Ressource trifft Kulturlandschaft die Bergische Seenplatte als ein Themenfeld genannt. Daher bleibt abzuwarten, ob bei der weiteren Projektentwicklung und späteren Umsetzung eine Wirkung auf das Stadtgebiet Remscheid erfolgen kann.

 

 


Finanzielle Folgen und Auswirkungen

Voraussichtlicher Aufwand und voraussichtliche Auszahlungen im laufenden Jahr und in Folgejahren

keine

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Ergebnis- und Finanzplan enthalten

entfällt

 


In Vertretung

 

Heinze

Beigeordneter

 

 

 

 

Mast-Weisz

Oberbürgermeister